Projekt für den Klimaschutz: Geld für die Kirschbaumallee zur Burg Ludwigstein

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Im Vordergrund der Burg Ludwigstein freuen sich (v.li.) Michaela Breun (Domäne Wendershausen), Selmar Sechtling (Burgbetriebsleiter), Marco Lenarduzzi und Dr. Sabine Budde (beide Geo-Naturpark Frau-Holle-Land) sowie Oliver und Silke Strohmeyer über den neuen Baum in der Kirschallee. Während der zunächst zweijährigen Kooperation soll diese gehegt und gepflegt werden.

Heimisches Unternehmen spendet an Geo-Naturpark Frau-Holle-Land, um die Kirschallee zur Burg Ludwigstein wieder auf Vordermann zu bringen.

Bad Sooden-Allendorf - Die Kirschallee hinauf zur Burg Ludwigstein ist in einem schlechten Zustand. „Viele Bäume müssen gepflegt werden, einige sogar auf Grund der Verkehrssicherheit gefällt werden“, sagt Dr. Sabine Budde vom Geo-Naturpark Frau-Holle-Land. Niemand hätte mehr finanzielles Interesse an den Bäumen, ohne Pflege würde die Allee in einigen Jahren nicht mehr existieren.

Ein Kooperationsprojekt zwischen dem Naturpark und dem Unternehmerehepaar Silke und Oliver Strohmeyer von Strohmeyer Dialog Druck und Mobilfolierung.de soll hier nun Abhilfe schaffen. „Wir wollen schon länger aktiv etwas für den Klimaschutz und die Artenvielfalt tun. Die Idee, das Geld hier im Kirschenland in Hochstamm-Kirschbäume zu investieren, kam vom Geo-Naturpark“, informiert Oliver Strohmeyer. Die rechtlichen Fragen mit dem Land Hessen, dem Eigentümer der Fläche, und Pächterin Michaela Breun von der Domäne Wenderhausen sind geklärt, der Naturpark wird die Arbeiten an den Bäumen ausführen. „Es geht vor allem darum, das Biotop zu schützen und die Artenvielfalt zu erhalten. Das Leben der alten Bäume soll verlängert und neue gepflanzt werden“, sagt Marco Lenarduzzi, Geschäftsführer des Geo-Naturpark Frau-Holle-Land.

Mit dem ersten Geld wurde dies bereits umgesetzt, eine neue Königskirsche hat ihren Platz in der Allee gefunden. Das Geld stammt aus Spenden, die die Kunden des Unternehmens automatisch, wenn sie sich für das „Grüne Angebot“ entschieden haben, in die Pflegemaßnahmen investieren. „Erhalten wir zum Beispiel einen Auftrag in Höhe von 1.000 Euro, werden 100 Euro direkt als Spende abgeführt. Und wir verdoppeln den Betrag dann noch einmal“, sagt Oliver Strohmeyer.

Der Naturpark hofft, dass das privatwirtschaftliche Engagement für den Natur-und Klimaschutz findet und so beispielhaft für die Region wird. Auch die Burg Ludwigstein freut sich über die neue Kooperation und die daraus resultierenden Ergebnisse. „Wir freuen uns, dass die Zufahrt, die zeitgleich die Eintrittskarte zur Burg ist, als bekanntes Merkmal erhalten wird“, sagt Selmar Sechtling.

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