Projekt „Landei 2020" will das Aufwachsen von Jugendlichen im Kreis gestalten

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Wichtig für den Masterplan Jugend ist die Beteiligung der Zielgruppe, den Jugendlichen. Hier zu sehen bei einer Diskussion in einem der Workshops.

Unter dem Slogan „Landei2020 - nichts für uns ohne uns" startete die Konferenz zum Masterplan der Jugend im Werra-Meißner-Kreis. Themen wie Mobilität, Digitalisierung, Beteiligung oder Treffpunkten von Jugendlichen sollen hier aufgenommen werden.

Werra-Meißner - Unter dem Slogan „Landei2020 – nichts für uns ohne uns“ startete im März mit der Jugendkonferenz der Masterplan Jugend im Werra-Meißner-Kreis. Ziel des Masterplans ist es, gemeinsam mit Jugendlichen und Politik einen „Fahrplan“ zu erarbeiten, wie das Aufwachsen für Jugendliche hier im Kreis besser gestaltet werden kann. Landrat Reuß begrüßte die Anwesenden zum Auftakt und freute sich auf einen spannenden gemeinsamen Prozess.

„Wir haben uns in den letzten Jahren intensiv mit Kindern und Familien beschäftigt, Jugend gerät dabei zunehmend aus dem Blick. Das wollen wir ganz bewusst ändern“, sagt Kai Siebert, Fachdienstleiter Jugendförderung Werra-Meißner-Kreis. Gemeinsam mit dem Verein für Regionalentwicklung und unter Beteiligung weiterer Akteure aus der Jugendarbeit koordiniert die Jugendförderung den Masterplan Jugend.

Die über 100 Teilnehmer an der Jugendkonferenz im Alter von 14 bis 27 Jahren konnten zu Themen wie Mobilität, Digitalisierung, Beteiligung oder Treffpunkten von Jugendlichen diskutieren und ihre Meinung äußern. Geplant ist, den Masterplan im Laufe des Jahres zu erarbeiten und 2019 zu diskutieren, im Kreistag zu beschließen, Schlüsse daraus zu ziehen und spätestens ab 2020 sollen konkrete Schritte erfolgen.

Vollwertiger Führerschein mit 17 Jahren?

Beim Thema Mobilität wurde beispielsweise diskutiert, dass es aus sicht der Jugendlichen sinnvoll sei, den vollwertigen Führerschein bereits mit 17 Jahren machen zu können. Und warum haben die Linienbusse nicht auch W-LAN? Kulturangebote sollten mehr die Interessen Jugendlicher berücksichtigen. So einige der Ideen, die thematisiert wurden. Neben der Diskussion um Inhalte gab es bei der Jugendkonferenz auch konkrete Unterstützung. Es nahmen unter anderem 15 Gruppen teil, die ihre eigenen Ideen für Jugendliche umsetzen wollen. Unterstützt werden sie dabei mit 50 Euro Startguthaben für jedes Mitglied, das an der Konferenz teilgenommen hat.

Nächster Workshop im Mai

Im Mai wird es einen weiteren Tag mit Workshops für Jugendliche geben, um die Themen und Ideen weiter auszuarbeiten. Etwa 50 Teilnehmer an der Konferenz haben bereits ihr Interesse an der Weiterarbeit erklärt. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden gemeinsam mit Politikern bei der Auftaktveranstaltung am 20. Juni diskutiert. „Wichtig war uns bei einem Masterplan Jugend erst mit den jungen Menschen zu sprechen, dann konsequent deren Meinung zu berücksichtigen und mit ihnen den weiteren Prozess bis zur Endredaktion des Planes zu gestalten“, betont Kai Siebert. Weitere Informationen zum Masterplan gibt es bei der Jugendförderung Werra-Meißner-Kreis unter S 05651–302-1451, jugendfoerderung@werra-meissner-kreis.de oder unter www.landei2020-wmk.de.

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