Projekt von Lebensqualität e.V. (LeQua) kümmert sich um traumatisierte Menschen

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(V.li.) Marleen Stockburger (LeQua), Steffen Höhre (LeQua), Andrea Stöber (Kuratorium der Stiftung), Regina Bauerfeind (LeQua), Frank Nickel (Sparkasse), Steven Renner (LeQua) und Uwe Kümmel (Leiter Migrationsamt des WMK).

Das Projekt „Mit sich in der Mitte ankommen" vom Verein Lebensqualität e.V. konnte begonnen werden. Auch durch die finanzielle Unterstützung durch die Sparkassenstiftung.

Hessisch Lichtenau - Der Verein Lebensqualität e.V. (LeQua) startet das geförderte Projekt „Mit sich in der Mitte ankommen – Wege sensibler Stärkung für „traumatisierte“ Menschen”. Im August letzten Jahres konnte nach langer Antragszeit endlich mit dem Projekt begonnen werden.

Möglich wurde das auf drei Jahre ausgelegte Projekt durch die Förderung seitens der Aktion Mensch. Zusätzlich zur Fördersumme stellt der Verein eine größere Summe an Eigenmitteln in das Projekt ein.

Förderung durch Sparkassen-Stiftung

Im Rahmen der Jugendhilfe fördert die Sparkassen-Stiftung GUTes bewahren – ZUKUNFT gestalten das Projekt in den nächsten drei Jahren mit insgesamt 7.500 Euro. Sparkassenvorstand Frank Nickel und Kuratoriumsmitglied Andrea Stöber unterstrichen das Engagement der Stiftung für die Menschen in unserem Landkreis.

„Die gemeinnützige Stiftung der Sparkasse unterstützt jährlich vielfältige Projekte in den Bereichen Jugend- und Altenpflege, Wissenschaft und Naturschutz sowie Denkmalschutz, Kunst und Kultur im Werra-Meißner-Kreis. Das Engagement der Verantwortlichen für die Integration neuer Mitbürger befürworten wir ausdrücklich und haben gern Mittel aus unserem Stiftungstopf bereitgestellt, damit die Menschen in ihrer neuen Heimat Fuß fassen können.“

Das Projektangebot richtet sich an traumatisierte Menschen/Flüchtlinge aller im Landkreis untergebrachten Nationalitäten. „Nicht jeder Mensch, der Traumatisches erlebt hat, muss behandelt werden. Die meisten lernen damit umzugehen, sie brauchen einfach Zeit. Wer jedoch unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet, der braucht wirklich Hilfe und soll sie so unbürokratisch wie möglich erhalten”, teilt Steven Renner für den Vorstand mit. Ehrenamtliche Helfer und Freiwillige mit Flüchtlingserfahrung, die schon länger im Landkreis gefestigt sind, werden ebenfalls in das Projekt einbezogen. Innerhalb des Projektes werden Regina Bauerfeind und Steffen Höhre trauma- und kultursensible Gespräche und Trauma-Erste-Hilfe anbieten. Gleichzeitig sollen Ressourcen ermittelt, der Bedarf an Unterstützung erkannt werden und eine Stabilisierung durch niedrigschwellige Gruppenangebote erzielt werden. Im weiteren Verlauf der Stabilisierung werden durch hauptamtliche Verweisberatung und eventueller Begleitung bei wichtigen Terminen zusätzlich notwendige Unterstützungen gewährleistet. Ziel ist, durch das Projekt die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben mit wertschätzender Selbstwahrnehmung einzuräumen.

Angebote für alle Interessierten

Gern möchte man sich nicht nur an Menschen mit Migrations- oder Flüchtlingshintergrund wenden, sondern das Angebot, insbesondere der Gruppenangebote, an alle Interessierten richten. So wird die Integration deutlich schneller gehen, sind sich Bauerfeind und die Vorsitzende des Vereins, Marleen Stockburger, einig. Gleichzeitig wird das Zusammenwirken mit anderen Vereinen und Verbänden vorangetrieben um möglichst ein breites Spektrum abdecken zu können und die Menschen auch zu erreichen.

Einige Angebote gibt es derzeit schon, wie zum Beispiel Schwimmkurse unter der Leitung von Ajaj Alaqad und das Fußballangebot nach Vermittlung durchgeführt durch das Team von RW Fürstenhagen, vertreten durch Holger Nolte. Als nächstes werden eine Nähwerkstatt und eine Werkstatt für Alltagsgegenstände folgen.

Steven Renner würde sich eine Angebotsnutzung aller Nationalitäten wünschen. Auch freuen sich die Vereins- und Projektverantwortlichen über jede Unterstützung. Seien es handarbeitserfahrene Bürger Hessisch Lichtenaus, Mitwirkende beim Reparieren, oder durch materielle Unterstützung. Auch sucht man noch nach geeigneten Räumlichkeiten, um eine Vielzahl von Angeboten bieten zu können.

Erreichen kann man Regina Bauerfeind morgens im Mehrgenerationentreffpunkt in der Landgrafenstrße 17 oder unter S 0176–40449536, regina.bauerfeind@lequa.de. Flyer zum Projekt gibt es derzeit schon in Englisch, Kurdisch, Arabisch und Dari.

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