Projekt "QuABB" im Werra-Meißner-Kreis gestartet

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Stehen für das Projekt „QuABB“ im Werra-Meißner-Kreis: (v.li.) Myriam Lamotte-Heibrock (Werra-Meißner-Kreis, OLOV-Steuergruppe), Ekkehard Götting (Berufliche Schulen Eschwege), Knut Hilbrich (Werkstatt für junge Menschen), Manfred Zindel (Berufliche Schulen Eschwege), Alexander Weis (IHK-Servicezentrum Eschwege), Gerhard Finke (Staatliches Schulamt Bebra) und Anke Engel (Werkstatt für junge Menschen). Foto: Liese

„QuABB“ unterstützt Jugendliche und verhindert Ausbildungsabbrüche.

Eschwege. Seit 2009 gibt es nun das Projekt "QuABB" – Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule – und hat nun auch Einzug im Werra-Meißner-Kreis gehalten. Vergangenen Mittwoch saßen nun alle beteiligten Akteure an einem Tisch, um den offiziellen Startschuss in den Beruflichen Schulen in Eschwege zu verkünden.

Offizieller Startschuss für Projekt ist gefallen

"Wir haben in der Schule bereits im Januar begonnen. Zielgruppe sind Azubis, die sich in der Dualen Ausbildung befinden", sagt Anke Engel von der Werkstatt für junge Menschen, die als Träger von  QuaBB im Werra-Meißner-Kreis fungiert. Kollege Knut Hilbrich – ebenfalls von der Werkstatt – zeigt sich  für die Umsetzung des Projektes in der Schule verantwortlich. "Ich habe mich bereits in den Fachklassen vorgestellt und mir persönlich ein Bild gemacht", so Hilbrich, der durch seine Funktion als Ausbildungsbegleiter zusammen mit den Auszubildenden nachschaut, wo genau der Schuh drückt. "Die Probleme sind dabei sehr verschieden. Manchen haben Stress im Betrieb oder mit der Familie – andere kommen schulisch nicht nach und haben schlechte Noten", weiß Hilbrich.

QuABB setzt frühzeitig an

Doch QuABB setzt nicht erst dann an, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. "Dann brauche ich nicht mehr zu kommen", sagt Bildungsberater Alexander Weis vom IHK-Servicezentrum Eschwege, der im engen Kontakt mit den Betrieben steht. "Ziel des Projektes ist, Ausbildungsabbrüche zu verhindern. Von daher muss das Problem des Lehrlings von der Wurzel an gelöst werden", so Weis, der genau wie Gerhard Finke vom Staatlichen Schulamt in Bebra weiß, wie wichtig es ist, dass man in Zeiten des Fachkräftemangels möglichst keinen Auszubildenden verliert.Bundesweit werden 25 Prozent, das heißt ein Viertel aller Ausbildungsverträge gelöst – 17 Prozent davon sind Abbrüche. "Im Werra-Meißner-Kreis liegen wir derzeit bei einer Zahl zwischen 10 bis 15 Prozent", so Anke Engel, die sich durch QuABB große Chancen errechnet, dass diese Quote sinken wird. Denn der Erfolg des Programmes spricht für sich: "In anderen Kreisen konnten 70 Prozent der Abbrüche durch dieses Projekt verhindert werden", so Engel weiter.Die Beruflichen Schulen in Eschwege haben derzeit 44 Fachklassen, die nun von dem neuen Angebot profitieren können. Eine enge Kooperation von der Werkstatt für junge Menschen mit dem Staatlichen Schulamt Bebra, der OLOV-Steuergruppe des Werra-Meißner-Kreises, dem IHK-Servicezentrum Eschwege und den Beruflichen Schulen Eschwege schafft nicht nur vielfältige Möglichkeiten, sondern gleichzeitig auch Transparenz im Informationsaustausch

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