Projekte gegen Rechts im Werra-Meißner-Kreis gesucht

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Werra-Meißner-Kreis lädt ein, Projekte gegen Rechts zu initiieren - Zuschüsse werden gewährt

Werra Meißner. "Demokratie leben und erlebbar machen" ist das Ziel, mit dem Stefan G. Reuß als Landrat, Kai Siebert als Fachdienstleiter der Kreisjugendförderung und Stephan Sommerfeld von der Jugendbildungsstätte Ludwigstein das Bundesprogramm "Demokratie leben – Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" in den Werra-Meißner-Kreis geholt haben.

Partnerschaften für Demokratie bilden

Das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in unserem Fall mit einer Laufzeit von Juni 2015 bis Dezember 2019 aufgelegte Programm unterstützt den Aufbau regionaler "Partnerschaften für Demokratie" durch Vereine, Projekte, Institutionen und Initiativen, die sich in der Demokratieförderung und Extremismusprävention engagieren und dazu themenspezifische Aktionen entwickeln.Kommunale Verwaltung und Zivilgesellschaft sollen dabei partnerschaftlich zusammen wirken.

Dabei wird zunächst ein Begleitausschuss berufen, der über einen mit 20.000 Euro ausgestatteten Aktiv- und Initiativfonds konkrete Einzelmaßnahmen unterstützt. Für Projekte im Sinne einer Willkommenskultur für Flüchtlinge und Asylsuchende stehen zusätzlich bis zu 10.000 Euro bereit.Weitere 10.000 Euro stehen für die Auseinandersetzung mit demokratie- und rechtsstaatsfeindlichen islamistischen Orientierungen und Handlungen zur Verfügung.

Zur Stärkung der Beteiligung von jungen Menschen wird darüber hinaus ein mit 5.000 Euro ausgestattetes Jugendforum eingerichtet, das Jugendliche eigenverantwortlich leiten und verantworten. Neben finanzieller Unterstützung können alle Akteure auch Beratungs- und Coachinghilfe für ihre Aktionen in Anspruch nehmen.Erstansprechpartner und Projektbegleiter ist dabei die in der Jugendbildungsstätte Ludwigstein verankerte Fach- und Koordinierungsstelle.

Kreative Indeen umsetzen – Theater, Exkursionen uvm.

Eingeladen zur Mitarbeit sind alle, die sich im Werra-Meißner-Kreis Problemlagen und Bedarfen in der Auseinandersetzung mit Demokratie, Rechtsstaat und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit widmen, Rassismus und Antisemitismus entgegen treten sowie Ideen haben, wie das demokratische Gemeinwesen gelebt und weiter entwickelt werden kann.Das können Theaterstücke, Ausstellungen Konzerte oder Radiosendungen, Zeitzeugenprojekte, Planspiele, Web-Projekte, Vorträge, Fortbildungen oder Exkursionen, aber auch Demokratiefreizeiten für Kinder, Projekte für Flüchtlinge und Zuwanderer und vieles mehr sein."Wir freuen uns über jede Projektidee die uns persönlich vorgetragen wird und geben gern schon im Vorfeld der später ausstehenden Förderentscheidung des Begleitausschusses eine Einschätzung in Bezug auf die Förderfähigkeit der einzelnen Projekte ab", so Stephan Sommerfeld.

Finanzielle Förderung für Projekte

Wer möglichst rasch eine Interessenbekundung einreicht und mit den Inhalten das Programmziel verfolgt, hat gute Chancen auf eine Förderung. Maxiprojekte können bis zu 3.000 Euro Zuschuss erhalten, Miniprojekte bis zu 500 Euro.

Stephan Sommerfeld ist in der Fach- undKoordinierungsstelle telefonisch (05542-501731) und per E-Mail: stephan.sommerfeld@burgludwigstein.dezu erreichen.Die Antragsformulare finden sich unter:www.jubi-ludwigstein.de

Auftaktveranstaltung am 24. September

Alle an der "Partnerschaft für Demokratie" Interessierten sind herzlich zu einer gemeinsamen Auftaktkonferenz auf der Jugendburg Ludwigstein eingeladen. Termin ist Donnerstag, der 24. September 2015, 18 Uhr.

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