Puppen-Festtage in Eschwege zogen rund 1.500 Besucher an

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Bei den 21. Puppen-Festtagen in Eschwege präsentierten 135 Aussteller am Wochenende alles, was das Herz von Puppenfreunden höher schlagen lässt.

Eschwege. An diesem Wochenende zog es wieder einmal Puppenfreunde aus ganz Europa nach Eschwege. Dort fanden am Samstag und Sonntag die 21. Puppen-Festtage statt. bei denen rund 135 Aussteller Puppen, Teddybären und allerlei Zubehör präsentierten - das reichte von Kleidern und Schuhen bis hin zu Haaren und Augen. Denn die Sammlerstücke haben oftmals nicht nur einen ideellen Wert für ihre Besitzer, sondern auch einen materiellen.

Da verwundert es nicht, dass auch die beiden Puppendoktoren Margret Bühnen und Uschis Puppenatelier gut zu tun hatten. Willibald Totzauer aus Eschwege beispielsweise hatte gleich mehrere Puppen im Gepäck, die medizinischer Hilfe bedurften. Bei einer Puppe, die Margret Bühnen fachkundig als "Inge" identifizierte, war etwa der Fuß kaputt. Nach einer kurzen Untersuchung war jedoch schnell klar: "Sonst ist alles in Ordnung". Schäden, die sie und Kollegin Christa Körber nicht eben schnell vor Ort beheben können, kurieren sie in ihrer Praxis. Im Frühjahr kommen sie dann mit den genesenen Patientinnen extra wieder nach Eschwege, um sie ihren Besitzern zurückzugeben.

Während am Samstag vor allem die Sammler unterwegs waren, ist der Sonntag bei den Puppen-Festtagen traditionell eher den Eschwegern vorbehalten, wie Rolf Böning aus Bad Sooden-Allendorf erklärte. Er hatte "Rolfs Holzkiste mit den Werratalbären" in diesem Jahr in der Dünzebacher-Tor-Turnhalle aufgebaut und war mit der Resonanz zufrieden - im Gegensatz zu manchem Kollegen.

Dass die Ausstellung in diesem Jahr auf fünf Standorte ausgedehnt werden musste, rief sowohl bei Besuchern als auch bei Ausstellern Unmut hervor. "Wir überlegen ernsthaft, ob wir im nächsten Jahr wieder nach Eschwege kommen", sagte Puppendoktor Heinz Backes von Uschis Puppenatelier. Terminüberschneidungen hatten dafür gesorgt, dass die Puppen-Festtage in diesem Jahr nicht in der Stadthalle, sondern lediglich in deren Clubräumen stattfinden konnten. Zu den traditionellen Ausstellungsräumen in der Niedünzebacher-Tor- und der Jahnturnhalle kamen daher zusätzliche Flächen in der Brüder-Grimm-Schule und im ehemaligen Taufrisch-Markt hinzu.

Darüber zeigte sich auch Veranstalterin Leokadia Wolfers alles andere als glücklich. "Vielen Besuchern ist das zu weitläufig - vor allem den älteren", sagte sie. Ihr Dank richtete sich besonders an Charlotte Story, die kurzerhand den ehemaligen Taufrisch-Markt zur Verfügung gestellt und bei den logistischen Herausforderungen geholfen hatte. "Sonst hätten wir längst nicht alle Aussteller unterbringen können", sagte Wolfers. Trotz der Unstimmigkeiten möchte sie Eschwege jedoch die Treue halten. Die nächsten Puppen-Festtage in der Kreisstadt sind für den 5. und 6. November 2016 geplant - dann wieder in den bewährten Räumen.

Mit dem Besuch zeigte sich Wolfers dennoch zufrieden: Auf rund 1.500 Gäste schätzte sie die Besucherzahl an beiden Tagen. Die kamen ebenso wie die Aussteller nicht nur aus dem Werra-Meißner-Kreis und den umliegenden Bundesländern, sondern aus ganz Deutschland und mehreren europäischen Ländern.

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