Rodelpisten bleiben im Werra-Meißner-Kreis und Schwalm Eder-Kreis am Wochenende geöffnet

Vergangenes Wochenende kam es am Hohen Meißner und Knüllköpfchen zu überfüllten Parkplätzen und Verkehrsbehinderungen. Zum teil musste die Polizei Eingreifen, nachdem Rettungswege versperrt waren. Die Städte haben die Woche genutzt, um Konzepte zu erarbeiten, damit es möglichst viel Spaß statt Frust gibt

Die Region. Die Zufahrt zum Meißner mit seinen Schlitten- und Ski-Pisten bleibt vorerst frei. Allerdings haben die beteiligten Kommunen zusammen mit dem Kreis ein Konzept erarbeitet, damit sich nicht erneut Szenen wie am vergangenen Wochenende vor Ort abspielen. Da musste nämlich die Polizei eingreifen: „Wir mussten kurzfristig die Zufahrten sperren“, erklärte Jörg Künstler von der Polizei Werra-Meißner. Vor Ort parkten die Besucher selbst Rettungswege zu, was gleich zum Problem wurde, da es zu zwei Unfällen auf der Piste kam. Ein 13-jähriger Junge aus Kassel musste mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Wegen der Zugeparkten Wege konnte ein Erwachsener nur nach Verzögerungen ins Krankenhaus abtransportiert werden. Beide erlitten Knochenbrüche.

„Die Sperrungen der Straßen sind nicht vom Kreis oder der Gemeinde ausgegangen, sondern von der Polizei, da sich die Lage so kurzfristig ergeben hatte“, erklärt Hessisch Lichtenaus Bürgermeister Michael Heußner.

Wer Sperren umfährt muss zahlen

Für dieses Wochenende haben sich der Kreis und die betroffenen Gemeinden abgesprochen, um eine vergleichbare Situation abzuwenden.

So bleiben die Zufahrten zunächst frei, werden aber ab einem „Punkt X“ abgesperrt. Wer dennoch an den Sperren vorbei fährt, wird dann nicht mehr weit kommen, da man dann direkt den Ordnungskräften begegnet, die die Autofahrer dann zunächst zur Kasse und dann zur Umkehr bitten werden.

Wer einen Rettungsweg zuparkt oder die Einsatzkräfte durch falsches Parken auf dem Rettungsweg behindert, der muss mit einem Bußgeld von bis zu 100 Euro rechnen sowie einem Punkt in Flensburg. „Im schlimmsten Fall lassen wir ein Fahrzeug auch abschleppen. Derzeit kontrollieren wir regelmäßig die Situation vor Ort“, so Künstler weiter.

Vor Ort wird zudem eine mobile Rettungswache des Deutschen-Roten-Kreuzes DRK) eingerichtet, um Verletzte noch vor Ort versorgen zu können. Neben dem Ordnungsamt und der Polizei wird auch das Personal des Geo-Naturparks vor Ort im Einsatz sein, wie es die Verwaltung des Werra-Meißner-Kreises mitteilte.

Zwar sei man in vergangenen Wintern auch Besucher auf dem Meißner gewohnt, „doch in diesem Jahr kommen auch all die Menschen hinzu, die zu dieser Zeit eigentlich in den Alpen Urlaub machen würden“, erklärt Michael Heußner auf Anfrage. Und der Lichtenauer Bürgermeister erklärt weiter: „Wir haben ein wenig Sorge, wie sich die Situation entwickeln könnte, wenn in anderen Regionen die Zufahrten gesperrt werden und die Menschen dann aus den Gebieten anreisen!“

Einbahnstraßenregelung am Knüllköpfchen

Im Schwalm-Eder-Kreis am Knüllköpfchen wird man am Wochenende die Zufahrten ebenfalls geöffnet lassen. Auch hier kam es vergangenes Wochenende zu vollen Straßen: „Es kam in den engen Straßen auch zu Verkehrsbehinderungen, die aber vor Ort durch Mitarbeiter des Ordnungsamts geregelt werden konnten. Hauptursache waren aber Schaulustige bei Landung des Hubschraubers am Samstag“, erklärt Jürgen Liebermann, Bürgermeister von Schwarzenborn auf Anfrage.

Dies hatte den Bürgermeister dazu veranlasst, eine Einbahnstraßenregelung anzuordnen, die seither durchgängig Bestand hat und entsprechend ausgeschildert ist.

Im Werra-Meißner-Kreis sorgt dies für etwas Erleichterung, man wird die Situation dennoch genau beobachten und Situationsbedingt reagieren. In diesem Fall sollte man dann die Maßnahmen beachten und ihnen Folge leisten, auch wenn es bedeutet umzukehren.

Wer die Möglichkeit hat, sollte unter der Woche zum Rodeln fahren, da hier die Situation in den Gebieten deutlich entspannter ist.

Rubriklistenbild: © Horn

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Die Impfzentren in Eschwege und Fritzlar starten m 9. Februar

Die Impfzentren der Landkreise sind vorbereitet.
Die Impfzentren in Eschwege und Fritzlar starten m 9. Februar

Zukunftsdialog: Ideen für Großalmerode

Jeder Bürger soll seine Ideen einbringen, wie Großalmerodes Zukunft gestaltet werden soll
Zukunftsdialog: Ideen für Großalmerode

Hessisch Lichtenau schafft viele neue Kindergarten- und Krippenplätze

Hessisch Lichtenau bekommt einen größeren Regelkindergarten und einen Waldkindergarten
Hessisch Lichtenau schafft viele neue Kindergarten- und Krippenplätze

„hörmal im Denkmal" in Witzenhausen: Im Interview mit der Mit-Organisatorin

Mit-Organisatorin von „hörmal im Denkmal" Gardis von Gersdorff erklärt, wie es zur Veranstaltung kam und auf welche Musik sich die Gäste im Klosterinnenhof freuen können.
„hörmal im Denkmal" in Witzenhausen: Im Interview mit der Mit-Organisatorin

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.