Schüler des Beruflichen Gymnasiums durchlaufen Bewerbungsworkshop

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Referentin Mona Fresz zeigt Schülern im Projekt „Pro Innovation“ wichtiges Verhalten im Bewerbungsgespräch.

Witzenhausen.  Welche Erfahrungen kannst du mitbringen? Wie sieht es mit deinen  Sprachkenntnissen aus? Was zeichnet dich aus? Alles Fragen, die Mona Fresz sehr interessieren. Und Lea Reuß, ihr am Tisch gegenüber, beantwortet diese bis auf einen kleinen Patzer sehr souverän. Doch auch diesen überspielt sie mit ihrem Satz "Das ist nur menschlich" sehr gekonnt. Für alle Zuschauer ein ganz normales Bewerbungsgespräch – wären da nicht die zehn anderen Jugendliche, die mit im Raum sitzen.  Hintergrund dieses Szenarios ist das Projekt "Pro Innovation", welches gemeinsam vom lokalen Bündnis für Familie und dem Beruflichen Gymnasium zum neunten Mal stattfand. In den drei Tagen des Workshops mit Mona Fresz, selbstständiger Dozentin und Job-Coach, haben die Schüler der Klasse 12 im Rathaussaal Aufgaben erarbeitet und analysiert.Ziel  ist es, für Bewerbungsgespräche gewappnet zu sein, diese stressfrei zu absolvieren und den eigenen Auftritt wahrzunehmen. So fing es mit kleinen Aufgaben an, wie beispielsweise die richtige Auswahl der Kleidung.

Selbstmarketing mit Stärken und Schwächen

Es folgte die schwierige Aufgabe des Selbstmarketings. Jedem Buchstaben seines Vornamens eine Eigenschaft zuzuordnen, stellte die Jugendlichen zunächst vor eine Herausforderung. Denn münden sollte dieses Projekt im Selbstmarketing der eigenen Person. Dazu zählen auch die Schwächen. Diese zu erkennen und im Gespräch zu "vermarkten" gehörte zum wesentlichen Bestandteil des Workshops. "Wie ich mich selbst gut darstelle, meine Schwächen erkenne und sie gut verkaufe, habe ich in den letzten Tagen hier erst richtig gelernt", so der Schüler Henner Gädtke über das Projektergebnis. Allgemein waren alle sehr zufrieden über die persönlichen Erkenntnisse."Die Schüler sollen nicht nur etwas für das Bewerbungsgepräch lernen, sondern darüber hinaus sich besser im Leben zurecht finden können", äußert sich auch die Trainerin. Begeistert waren alle von der humorvollen und aktiven Gestaltung des Seminars. "Ein frisches Lachen, Mut, Klarheit und Struktur sind wichtig für jedes Gespräch. Charakteristisch für meine Arbeit als Dozentin ist daher eben auch eine gute Portion Humor. Damit wird keiner persönlich in seinen Schwächen bloßgestellt, sondern kann vollkommen sicher seine Stärken stärken", so Mona Fresz über ihre Arbeitsweise. Eine Vertrauensbasis zu schaffen sei für ihre Arbeit die Grundlage. Auch das Wechseln der Perspektive, indem Rollen verteilt werden und wechseln, ganz nach ihrem Motto: ‘Erlebnis mit Ergebnis’."Das hat mich sehr fasziniert. Die Schüler sind alle im Hier und in ihrer Rolle und werden sich bewusst, was sie gerade tun", merkt Katja Eggert vom Lokalen Bündnis für Familie an. Abschluss des Workshops war das fiktive Bewerbungsgespräch auf eine Praktikumsstelle, das Lea Reuß sehr authentisch durchlief. Die Mitschüler lobten ihren natürlichen und selbstbewussten "Auftritt".

Leistungsträger für die Region

Das Projekt "Pro Innovation ist auch für die Stadt Witzenhausen, die für den Workshop die Räume zur Verfügung stellte, wichtig."Wir hoffen somit, künftige Leistungsträger in der Region zu halten und ihnen hier berufliche Perspektiven zu eröffnen. Vielleicht können wir so die Abwanderung von leistungsstarken Schülern eingrenzen oder darauf aufbauen, dass viele von ihnen zurückkommen, um ihre Möglichkeiten hier zu entfalten ", sagt Michael Zimmermann, Fachbereichsleiter der Verwaltung, dazu. Denn unterstützt wird das Projekt von regionalen Firmen, die die Schüler an diesem Projekt teilnehmen lassen und selber Ausbildungsstellen ausschreiben. Damit wird der Kontakt zwischen den Schülern und Unternehmen hergestellt und vertieft. Damit auch die Verbindung von Mona Fresz und der Kirschenstadt nicht so schnell verblasst, überreichte ihr Katja Eggert einen echten Witzenhäuser Kirsch-Secco zum Genießen. Und auch da beweist sie ihren Humor. "Ich bin wahrscheinlich die größte Secco-Liebhaberin westlich vom Missisippi!”

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