Schüler setzten Zeichen gegen den Terror

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An der Brüder-Grimm-Schule demonstrierten rund 500 Schüler für Meinungsfreiheit und gegen Terrorismus. Anlass waren die Terroranschläge von Paris.

Eschwege. "Eine Schule steht auf gegen Terror" – unter diesem Motto demonstrierten am vergangenen Mittwoch rund 500 Schüler der Brüder-Grimm-Schule  für Meinungsfreiheit und gegen Terrorismus.

Anlass für die Aktion waren die Terroranschläge von Paris Anfang Januar. Die Idee hatte die Schülervertretung (SV). "Wir haben im Unterricht über die Terroranschläge gesprochen, und viele Schüler wussten nicht, was passiert ist, oder kannten die Hintergründe nicht", berichtet Schülersprecher Max Wurdinger.

Hintergründe und Zusammenhänge erklären

Die Aktion sollte deshalb auch helfen, die Zusammenhänge verständlich zu machen, ergänzt seine Stellvertreterin Maren Hoffmann: "Es ist wichtig, die Schüler über die Hintergründe aufzuklären,  um darüber reden zu  können."

Bei ihren Mitschülern sind sie  auf positive Resonanz gestoßen und auch die Lehrer waren von der Idee begeistert. Für die hat die SV ein großes Lob parat: "Sie nehmen sich immer wieder Zeit, um im Unterricht Diskussionen über aktuelle Geschehnisse anzuregen ", sagt Wurdinger.

Er und seine Mitstreiter haben die Solidaritätsaktion eine Woche lang geplant. Unterstützt wurden sie dabei von Politik- und Französischlehrern sowie der Schulleitung. "Es ist nicht nur ein Zeichen gegen den Terror, sondern auch gegen Politikverdrossenheit", betont Schulleiter Harald Krones. Dabei sei es ihm wichtig gewesen, dass sich die Schule nicht für eine bestimmte politische Sache einspannen lässt.

Ausstellung zu Beginn des zweiten Schuljahres geplant

Abgeschlossen ist die Aktion mit der Gedenkveranstaltung noch nicht: Für den Beginn des zweiten Schuljahres plant die SV  zusammen mit der Fachkonferenz Religion eine Ausstellung in der Schule.

Auf Schautafeln sollen der Ablauf der Anschläge und deren Hintergründe aufgezeigt werden. Dabei wollen sich die Organisatoren auch mit Pegida auseinandersetzen. Bei diesem Thema herrsche bei einigen Schülern erheblicher Informationsbedarf, hat Hoffmann beobachtet. Die Ausstellung wird voraussichtlich nicht öffentlich sein.

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