Schülerforschungszentrum im Copernikum der Beruflichen Schulen bietet Schülern "Technik zum Anfassen"

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Jan Philipp Speck, Philipp Holland und Henrik Kiese (vorne v.li.) präsentierten Dr. Michael Ludwig (2.v.l. hinten) zusammen mit ihrer Lehrern (hinten v.li.) Jörg Schmelting, Thomas Bertermann und Markus Meister ihre Idee für den Einsatz der Microcontroller.

Praxis statt Theorie - unter diesem Motto können Schüler der Johannisbergschule im Copernicum der Beruflichen Schulen Witzenhausen ihr ihr physikalisch-technisches Interesse  durch freies Arbeiten und Forschen vertiefen. Möglich macht es das Schülerforschungszentrum Nordhessen.

Witzenhausen. Konstruieren und experimentieren, eigene innovative Ideen umsetzen. Seit rund neun Monaten kooperieren die Beruflichen Schulen (BS) Witzenhausen mit den Schülerforschungszentrum Nordhessen und bieten Schülern der benachbarten Johannisbergschule die Möglichkeit, ihr physikalisch-technisches Interesse durch freies Arbeiten und Forschen im Bereich der Physik, Elektrotechnik und Informatik zu vertiefen.

Ziel des Unterrichts sei es die Neunt- und Zehntklässler an Technik und Informatik heranzuführen und ihre Begeisterung für die Arbeit in den Fachgebieten zu wecken, berichtet Markus Meister, der als Mathematik- und Physiklehrer das Projekt des Schülerforschungszentrum begleitet. Insgesamt 14 Neuntklässler und 13 Zehntklässler seien es in diesem Schuljahr, die im Nachmittagsunterricht, im „Copernikum“ ihren Forschungsprojekten nachgehen. Die Ideen der Schüler sind vielfältig, sie reichen von einer Laserabhöranlage, über Wetterstationen bis hin zu einem Cocktailmixer. Das Herzstück aller Projekte: ein Arduino-Mikrocontroller. Über einen Laptop programmiert soll er die Ideen der jungen Ingenieure in die Tat umsetzen.

Finanziell unterstützt wird das Projekt des Schülerforschungszentrums vom Regionalausschuss Werra-Meißner der IHK Kassel-Marburg. Nachdem dieser kürzlich 500 Euro zur Beschaffung von vier Arduino-Bausätzen bewilligt hatte, informierte sich Dr. Michael Ludwig, Leiter des IHK Servicezentrums Werra-Meißner in der vergangenen Woche über die Einsatzmöglichkeiten der Mikrocontroller und schaute den Schülern bei ihrer Arbeit über die Schulter. Es sei großartig, mit welcher Begeisterung die Schüler an ihre Projekte herangehen, lobte Ludwig den Eifer der Neuntklässler. Er sei froh, dass sich das Schülerforschungszentrum im Werra-Meißner Kreis so gut etabliert habe und Schülern vor Ort, die Möglichkeit gibt, ihren technischen Interessen nachzugehen.

„In Zeiten stetig wachsenden Fachkräftemangels ist das eine tolle Sache und trifft den Nerv der Zeit“, so Ludwig. Gleichzeitig appellierte er an Unternehmen aus der Region, die Berufliche Schule und das Schülerforschungszentrum durch Kooperationen zu unterstützen. Dabei gehe es nicht nur allein um finanzielle Unterstützung. Auch ehrenamtliche Experten, Elektrotechniker oder Informatiker, die ihr Wissen an die Schüler weitervermitteln seien als Unterstützer willkommen, so Meister abschließend.

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