Schwimmbad der Burg Ludwigstein wird saniert

Im Hallenbad der Burg Ludwigstein: (v.li.) Dr. Jörg Möller, Selmar Sechtling, Jens-Uwe Münker und Landrat Stefan Reuß.
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Im Hallenbad der Burg Ludwigstein: (v.li.) Dr. Jörg Möller, Selmar Sechtling, Jens-Uwe Münker und Landrat Stefan Reuß.

Für die Sanierung des Schwimmbades auf Burg Ludwigstein wurden 67.000 Euro bewilligt

Witzenhausen. Vor 56 Jahren wurde das Hallenbad in der Burg Ludwigstein errichtet, nun soll das Becken und die Halle saniert werden. Möglich macht das die Teilnahme der Stiftung am Investitions- und Modernisierungsprogramm SWIM des Landes Hessen.

Die Förderung in Höhe von 67.000 Euro überreichte Jens-Uwe Münker, Abteilungsleiter Sport im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport, am vergangenen Mittwoch.

„Es war eine Überraschung, als sich eine Burg mit einer Stiftung bewarb, das ist in mehrfacher Weise außergewöhnlich“, sagte Münker, der betonte, dass im ersten Zuge vor allem die kleinen Bäderbetriebe unter Leitung von Vereinen und Stiftungen von den Fördergeldern profitieren sollen. Dazu wurden von den Akteuren vor Ort, hier der Landkreis und der Sportkreis Werra-Meißner, Prioritäten-Listen erstellt.

Die Sanierungskosten auf der Burg Ludwigstein belaufen sich auf rund 100.000 Euro, der Kreis und die Stadt Witzenhausen unterstützen jeweils mit 10.000 Euro.

Energetische Aspekte

„Die Außenverglasung wird energetisch erneuert, genauso wie die Deckenverkleidung und die Beleuchtung“, informiert Selmar Sechtling von der Stiftung. Außerdem soll die Technik auf den neuesten Stand gebracht werden. „Wir sind froh, dass wir mit den ersten Teilschritten anfangen können, ohne bei weiteren Maßnahmen zurückbauen zu müssen“, so Sechtling, der die Gesamtmaßnahmen bei einer kompletten Sanierung des Schwimmbereiches auf etwa eine halbe Million Euro schätzt. Die Arbeiten sollen im kommenden Frühjahr mit der Ausschreibung beginnen.

Der Erhalt des Bades und aller weiteren Einrichtungen im Kreis sind allen Beteiligten wichtig. „Der Bedarf nach Schwimmbädern ist da im ländlichen Raum, aber für viele Kommunen schlichtweg nicht finanzierbar. Wir brauchen nicht mehr Spaßbäder, sondern wirkliche Schwimmmöglichkeiten“, sagte Landrat Stefan Reuß.

Vor allem im Bezug auf die sinkende Zahl der schwimmfähigen Kinder. „Mittlerweile können wir uns nicht mehr darauf verlassen, dass die Kinder, die von der Grundschule kommen, richtig schwimmen können“, sagt Dr. Jörg Möller, Schulleiter der Rhenanus-Schule und Vorsitzender des Sportkreises.

Vor allem der zeitliche und räumliche Aspekt sei schwierig. „Wenn wir mit dem Bus eine halbe Stunde zum nächsten Hallenbad fahren und die Zeit zum Umkleiden einrechnen, bleiben den Schülern höchstens 45 Minuten im Wasser“, so Möller. Zu wenig, um wichtige Schwimmpraxis zu erlernen. Das Hallenbad in der Burg Ludwigstein wird vor allem von den Burggästen und Schulklassen genutzt.

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