Die Selbsthilfegruppe für Leber-Erkrankte will anderen Betroffenen Mut machen

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Die Mitglieder der Selbsthilfgruppe unterstützen sich gegenseitg und wollen so  mit ihrer Krankheit fertig werden.

Die Selbsthilfegruppe mit Mitgliedern aus dem Werra-Meißner-Kreis und Hersfeld-Rotenburg hilft Menschen mit Lebererkrankungen und Lebertransplantierte.

Eschwege - Sie haben oft schon jahrelange Leidenswege hinter sich. Lange Krankenhausaufenthalte, viele Therapien und oft auch schon eine Lebertransplantation. Unter dem Motto „Zusammen sind wir stark“ helfen sich Menschen mit Lebererkrankungen und Lebertransplantierte in ihrer Selbsthilfegruppe gegenseitig. Seit zwei Jahren gibt es die feste Selbsthilfegruppe mit derzeit sieben Mitgliedern aus der Region Werra-Meißner und Hersfeld Rotenburg, die sich einmal monatlich in der Vitalis-Klinik in Bad Hersfeld treffen.

Gründerin der Gruppe ist Christel Fischer-Koch. Sie erkrankte in den 80-iger Jahren an einer Autoimmunerkrankung, die in ihrem Verlauf zu einer Leberzirrhose führte. Die Leber-Lebendspende durch ihre Schwester rettete ihr das Leben. „Müdigkeit, Erschöpfung, die Krankheit verläuft schleichend und mit diffusen Symptomen. Ich war Leiterin einer Kindertagesstätte, eine Power Frau. Aber unmerklich haben meine Kräfte nachgelassen“, berichtet sie. Wie ihr geht es vielen Erkrankten, denn es sind oftmals Zufallsbefunde, die eine Leberschädigung feststellen und dann geht es um Leben und Tod. Die Leber produziert keine Schmerzen, so bleiben viele Erkrankungen lange unentdeckt.

Leber-Transplantation

Letzte Lösung ist oft eine Lebertransplantation, wie sie auch Christel Fischer-Koch erlebt hat. „Ohne eine Organspende wäre eine Transplantation nicht möglich. Das bedenken die Menschen oftmals nicht. Man wird viel schneller zum Empfänger als zum Spender, zum Beispiel durch einen Unfall oder durch die langfristige Einnahme von leberschädigenden Medikamenten. Organspende ist für uns ein wichtiges Thema. Über 10.000 Menschen warten derzeit in Deutschland auf ein Spenderorgan“, berichtet sie.

Weniger Organspender

Wie man mit der Krankheit umgeht, wie das Leben mit einem Spenderorgan weiter geht, das sind Fragen über die sich die Gruppenmitglieder austauschen können. „Wir wollen anderen Betroffenen Mut machen und uns gegenseitig bei der Bewältigung der Probleme unterstützen. Vor allem wollen wir durch die Erkrankung oftmals verloren gegangene Freude am Leben wiederfinden nach dem Motto, jetzt erst recht!“, sagt sie. Man erreicht die Selbsthilfegruppe unter der Telefonnummer von Christel Fischer-Koch, Tel. 05651/31949 oder per Mail unter christel.fischer.koch@lebertransplantation.de

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