AG bringt Schüler und Senioren zusammen

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Nach dem Krippenspiel gab es vom Christkind noch Geschenke.

Schul-AG bringt

Hessisch Lichtenau. Begegnungen“ ist der Name einer AG der Freiherr-vom-Stein-Schule (FvSS), die unter der Leitung von Jochen Bulawski im August 2018 an der Lichtenauer Schule ins Leben gerufen wurde. Teil dieses Projektes war jetzt die Aufführung eines Krippenspiels im Altenzentrum der Arbeiterwohlfahrt in Hessisch Lichtenau. „Grundsätzlich geht es – wie der Name schon sagt – um Begegnungen“, sagt Bulawski, der sich als mittlerweile pensionierte Lehrer noch immer für Schüler und Gesellschaft einsetzt.

Neben dem Vorsitz des Vereins „gemeinsam stark“ hilft Bulawski an der FvSS als Vertretungslehrer und leitet dort drei AG’s. Unter diesen ist auch die AG „Begegnungen“. „Die AG richtet sich an Schülerinnen und Schüler der sechsten bis neunten Klasse, die bereit sind, wöchentlich für ein bis zwei Stunden im Austausch mit älteren Menschen zu verbringen“, erzählt Bulawski.

In dem Projekt sollen die Schüler zusammen mit Senioren des Altenzentrums alltägliche Dinge wie auch besondere Angebote gemeinsam erleben. Das kann von einfachen Gesprächen und persönlichem Austausch bis hin zu Cafébesuchen und Ausflügen alles beinhalten. Ziel des Projektes ist es, sowohl bei Jung und Alt soziale und persönliche Kompetenzen zu entwickeln und zu stärken. Sowie natürlich ein gegenseitiges Profitieren an den Erlebnissen und Erfahrungen des jeweils anderen.

14 Schülerinnen und einen Schüler sprach die Ausschreibung der AG im vergangenen Jahr an. „Ziel des Projektes ist es, den Schülern Kompetenzen zu vermitteln, aber auch, ihnen die Kompetenzen aufzuzeigen, die sie schon besitzen“, erzählt Bulawski, der 37 Jahre an der Offenen Schule Waldau als Lehrer tätig war.

 „Darum gab es bei dem ersten Treffen im August 2018 zwar Vorinformationen und die Vorstellung des Projektes, aber was es wirklich bedeutet und die ganzen Abläufe, das lernten die Schüler erst hier im AWO-Seniorenzentrum kennen.“

„Man musste natürlich erst mal miteinander warm werden“, erinnert sich Uwe Marth, der Leiter des Altenzentrums. Nun klappe dies aber hervorragend. Und noch mehr: „Die Schülerinnen finden sich jetzt vollkommen eigenständig in unserem Haus zurecht“, erzählt Marth.

„Sie gehen eigenständig in die Wohnbereiche und auf unsere Senioren zu. Es ist bemerkenswert, wie hoch die Nähe und die gegenseitige Akzeptanz zwischen Schülern und Senioren mittlerweile ist.“ „Wir finden eigentlich immer etwas, worüber wir sprechen können, auch wenn wir uns einfach nur erzählen, wie unser Tag war“, erzählt die Schülerin Sabine, die von Anfang an bei dem Projekt dabei ist.

 Auch Gwen, die wie Sabine in die neunte Klasse geht, ist seit Beginn dabei. „Ich wollte ein freiwilliges soziales Schuljahr machen und mich engagieren“, erzählt sie. Diese Möglichkeit habe sie in der AG gefunden. Für das Krippenspiel haben die Schüler zusammen mit einigen Seniorinnen mehrere Proben zusammen durchlaufen. In der Handlung finden einige Kinder gemeinsam auf den Dachboden eine Kiste mit mehreren alten Holzfiguren – gespielt von den Seniorinnen.

Erst wissen die Kinder nicht viel mit den alten Figuren anzufangen. Bis diese dann anfangen zu erzählen. Die alten Holzfiguren sind froh, ihre Erlebnisse weitergeben zu können und in dem Stück – wie vielleicht auch im wahren Leben – merken die Kinder, je länger sie zuhören, dass sie doch einiges noch lerne

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