Sicher durch die Badesaison

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Jana Schmidt und Jens Stöber von der DLRG Ortsgruppe Witzenhausen sorgen für sicheres Badevergnügen.

Bei den hochsommerlichen Temperaturen in den vergangenen Wochen ist der Sprung ins Wasser eine willkommene Abkühlung für Jung und Alt. Die Badesaison an Seen und in Schwimmbädern läuft auf vollen Touren. Doch dass dieses Vergnügen nicht ganz ungefährlich ist, zeigen die immer wieder auftretenden Badeunfälle.

Witzenhausen. In Witzenhausen sei man bislang von Badeunfällen zum Glück verschon gewesen, berichtet Jens Stöber, Technischer Leiter Einsatz in der DLRG Ortsgruppe Witzenhausen. Er und die anderen Aktiven der DLRG Ortsgruppe unterstützen im Sommer die Badeaufsicht im Witzenhäuser Freibad und sorgen an Sommerwochenenden auch für die Bewachung der Badestrände am Grünen See. Am häufigsten haben es die Lebensretter mit Personensuchen und kleineren Verletzungen zu tun, berichtet Stöber von der Arbeit der DLRG: „So sucht zum Beispiel ein Kind seine Eltern, kommt es zu einem Wespenstich oder ein Badegast ist in eine Scherbe getreten.“

Auch Präventionsarbeit sei ein wichtiger Faktor, mit dem es die DLRG-Aktiven bei ihren Einsätzen zu tun haben. Jahr für Jahr gelte es Aufklärungsarbeit zu leisten, so der Einsatzleiter weiter. Viele Badegäste, vor allem an den Seen, seien leider uneinsichtig, was die Sicherheit angehe, so die traurige Bilanz.

Baderegeln beachten

Wer jedoch bestimmte Baderegeln beachtet, kann das nasse Vergnügen unbeschwert genießen. Kopfsprünge in unbekannte Gewässer seien laut DLRG „lebensgefährlich und tabu“. Gerade die unsichtbaren Gegenstände unter der Wasseroberfläche, wie zum Beispiel Steine oder nicht sichtbare Felsen, könnten einen schwer verletzen. Nach dem Sonnenbaden sollte man nicht „einfach drauf los“ ins Wasser springen, sondern den Körper langsam an den Temperaturunterschied gewöhnen.

Viele Schwimmer würden sich überschätzen. Vor allem Jüngere neigten eher zu Leichtsinn, einer höheren Risikobereitschaft sowie Alkoholkonsum, was beim Baden schnell zu Unfällen führe. Luftmatratzen, aufblasbare Badeboote oder Gummitiere sind nur Hilfsmittel und bieten für Nichtschwimmer keine Sicherheit. Die meisten Unfälle seien an unbewachten Badestellen zu verzeichnen. Daher sei es ratsam, sich immer an bewachten Stränden aufzuhalten. Oftmals sei auch Alkohol im Spiel und die späteren Opfer überschätzten sich und ihre Leistungsfähigkeit oder unterschätzten die Gefahren im und am Wasser.

Extra-Info: 10 Tipps fürs Baden

  • Nur an bewachten Badestellen schwimmen, Warnhinweise beachten
  • Kinder am und im Wasser nie aus den Augen lassen
  • Nie alleine oder unbeaufsichtigt schwimmen
  • Eigene Leistungsfähigkeit kritisch einschätzen, kein Übermut
  • Kopfsprünge vermeiden, diese können lebensgefährlich sein
  • Luftmatratzen und ähnliches können leicht abgetrieben werden
  • Bei Gewitter das Wasser sofort verlassen
  • Vor dem Baden keinen Alkohol trinken oder übermäßig essen
  • Offene Gewässer können gefährlich sein (Gezeiten, Strömung oder Wind)
  • Baden in Flüssen ist besonders gefährlich (Strömung, Schifffahrt, Brückenpfeiler, Unterwasserhindernisse)

Extra-Info: Tipps für heiße Tage

  • Übermäßige Anstrengung vermeiden - zwischendurch abkühlen
  • Beim Baden langsam ins Wasser gehen, an kaltes Wasser gewöhnen
  • Bei ersten Anzeichen eines Sonnenstichs (Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen) sofort reagieren, schattigen und kühlen Platz aufsuchen.
  • Rücksprache mit dem Arzt halten, ob bei Medikamenten und Hitze Komplikationen auftreten können
  • Kinder und Ältere reagieren anders und schneller auf Hitze
  • Bei Schwindel und rotem, heißem Kopf den Oberkörper hoch lagern
  • Bei Blässe und Kreislaufproblemen Beine hochlegen.
  • Kinder oder Tiere nicht allein im geschlossenen Auto zurücklassen
  • Genug trinken! Mindestens zwei Liter am Tag. Kaffee und Alkohol meiden
  • Auf Sonnenschutz achten: Sonnencreme, Kopfbedeckung und Sonnenbrille

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