An Silvester haben die Feuerwehren rund um die Uhr Bereitschaft

Auch an Silvester ist die Freiwillige Feuerwehr da, wenn man sie braucht – Einsatztruppe feiert ohne Alkohol.

Eschwege. Die Freiwillige Feuerwehr ist das ganze Jahr über im Einsatz – und auch in Eschwege und den umliegenden Stadtteilen ist die Bereitschaft groß. Mit insgesamt 165 fährt man hier nicht nur an Großereignissen wie Silvester, Weihnachten, Karneval oder dem Eschweger Johannisfest raus, um anderen Menschen zu helfen. "Silvester zum Beispiel helfen viele Wehren mit aus – hier unterstützen alle", sagt Wehrführer Sven Rathgeber, der zusammen mit Stadtbrandinspektor Lothar John Einblicke in die Arbeit gewährte.

An Silvester ist es ruhig für die Feuerwehr

Dabei sei es Silvester verhältnismäßig ruhig. "Im vergangenen Jahr hatten wir einen Einsatz in Eschwege auf dem Heuberg. Ein Wohnungsbrand wurde gemeldet. Der entpuppte sich dann aber als gelber Sack, der durch Feuerwerkskörper auf dem Balkon Feuer gefangen hatte", erzählt Rathgeber.  Auch berichtet er von zwei Wohnungen, die zum Jahreswechsel komplett abgebrannt seien. Besonders gefährlich sei es, wenn in Altstädten Feuerwerk gezündet werde. "Vor drei oder vier Jahren sind in Hann. Münden drei Häuser dadurch abgebrannt. Deswegen ist Feuerwerk in der Altstadt absolut verboten. Aber leider halten sich nicht alle daran", sagt John.

Kein Alkohol am Schlauch

Wie bei vielen Aufgaben oder Berufen gilt für die Einsatzkräfte auch an Silvester absolutes Alkoholverbot. Zu solchen Ereignissen freiwillige Mitglieder zu finden, ist eher

unproblematisch. "Viele trinken generell keinen Alkohol oder auch in jungen Familien bleibt man zum Jahreswechsel trocken", so Rathgeber, der selbst frisch gebackener Familienvater ist und der Freiwilligen Feuerwehr daher für Einsätze zur Verfügung steht.

Problematisch wird es, wenn die Feuerwehrmänner und -frauen nicht zu Hause sind. "Die Einsatzbereitschaft ist an den Wochenenden und an Feiertagen generell sehr gut. In der Woche sieht das schon anders aus. Da gibt es schon mal Probleme", weiß Rathgeber, der viele Kollegen hat, die nicht im Werra-Meißner-Kreis arbeiten. "Dafür haben wir sogenannte Tagesalarmkräfte. Ansonsten sind die Arbeitgeber zumeist sehr kulant. Sie spielen mit, wenn der Mitarbeiter in Notfällen seinen Arbeitsplatz verlassen muss", so der Wehrführer weiter, der allerdings zukünftig große Probleme sieht."Wenn wir dann die Autobahn haben, wird mehr und mehr von uns abverlangt. Hierfür müssten eigentlich 24 hauptamtliche Einsatzkräfte zur Verfügung gestellt werden. Das wird aber nicht passieren. Das müssen die Wehren im Kreis mit abdecken", beschreibt John die Problematik.

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