Solidarische Landwirtschaft bringt Gemüse frisch vom Feld auf den Tisch

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Die Solidarische Landwirtschaft Freudenthal bringt das frische Gemüse zu den Mitgliedern: (v.li.) Jutta Verführt, Stefanie Lettenmaier, Marie Langenscheidt, Kristin Kausch und Claudius Hösel.

Das Gemüse der Solidarischen Landwirtschaft Freudenthal wird jede Woche frisch geerntet und an die Mitglieder ausgeliefert.

Witzenhausen - Der Regen prasselt auf die Plane, der frische Kaffee dampft auf dem Tisch. Dazu gesellen sich die diversen Aromen von frischem Biogemüse. Jede einzelne Karotte, an der noch ein wenig Erde aus dem Freudenthal hängt, verbreitet ein intensiveres Aroma, als die gesamte Gemüseabteilung eines Supermarktes. Wer schon einmal bei der Solidarischen Landwirtschaft in Freudenthal auf dem Hof neben dem gerade geernteten Gemüse stand, der wurde erleuchtet. Erleuchtet, weil er einen Einblick bekommt, wie Gemüse schmecken sollte. Die Ware aus dem Supermarkt ist einwandfrei, doch die frische Ernte des Freudenthals ist ein Sinnesschmaus.

„Wir bauen hier Varianten und Sorten an, die man meistens nicht einmal mehr in einem Bio-Markt bekommt“, erklärt Stefanie Lettenmaier. Lettenmaier ist zuständig für die Organisation bei der Solidarischen Landwirtschaft Freudenthal (SoLawi). Das Ganze in zertifizierter Bioqualität, meist aus eigenem Saatgut. Ihr Team, dass gerade die Ernte verlädt, ist gut gelaunt. Der Regen kann ihnen nichts anhaben. Man ist entsprechend gut eingekleidet und die Arbeit macht Spaß. Man lädt die Ladefläche des VW-Transporters mit Kisten voll. „Die verwenden wir immer wieder. Einwegverpackungen gibt es bei uns so gut wie keine“, sagt Lettenmaier. Mit dem Transporter fährt man die rund 100 Mitglieder der SoLawi an.

Durchschnittlich kostet es 82,50 Euro im Monat

Jedes Mitglied bekommt in der Woche eine Kiste mit frisch geerntetem Gemüse. Ab diesem Jahr kostet das bei 100 Mitgliedern durchschnittlich 82,50 Euro pro Mitglied im Monat. Manche zahlen mehr, andere weniger, je nachdem, wie viel man im Monat bezahlen möchte. Wer mehr einzahlt bekommt auch entsprechend mehr geliefert. Seit dem vergangenen Jahr ist auch Andreas Nickel Mitglied. „Früher hat man seinen Speiseplan immer danach ausgerichtet, welches Fleisch man essen möchte. Jetzt schaut man, was für Gemüse man in der Woche zur Verfügung hat und richtet danach die Gerichte aus“, erklärt Nickel.

Er selbst ist von der SoLawi fest überzeugt und hofft, dass mehr Menschen diese Form der Nahrungsmittelbeschaffung annehmen. „Derzeit haben wir rund 100 Mitglieder, maximal 30 können wir hier noch aufnehmen“, so Lettenmaier. In Zeiten in denen alle über Klimawandel, weniger Fleischkonsum und vor allem regionale Produkte sprechen, ist die SoLawi ein Lösungsansatz. Die Produkte, die man erhält, sind in der Regel frisch vom Feld, lediglich im Winter gibt es auch einen Teil Gemüse, das lagerfähig ist.

Frisch auf den Tisch: Die Solidarische Landwirtschaft Freudenthal

 © Horn
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Die Solidarische Landwirtschaft Freudenthal bringt das frische Gemüse zu den Mitgliedern: (v.li.) Jutta Verführt, Stefanie Lettenmaier, Marie Langenscheidt, Kristin Kausch und Claudius Hösel. © Horn
Das Gemüse wird jede Woche frisch geerntet und an die Mitglieder der Solidarischen Landwirtschaft ausgeliefert. © Horn
Das Gemüse wird jede Woche frisch geerntet und an die Mitglieder der Solidarischen Landwirtschaft ausgeliefert. © Horn

Doch selbst jetzt im Januar wird frisch geerntet. Am 25. Januar trifft sich die Genossenschaft auf dem Campus Nordbahnhofstraße, Große Aula, von 14 bis 19 Uhr zur Jahreshauptversammlung. „Wer sich dafür interessiert, kann sich vor Ort gern genauer informieren“, sagt Lettenmaier. Bis April hat man noch die Möglichkeit sich zu entscheiden, ob man Mitglied werden möchte, dann wird nämlich der Anbauplan für das gesamte Jahr erstellt.

Weitere Informationen unter: www.solawi-freudenthal.de

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