Bad Sooden-Allendorf stellt Weichen für die Zukunft

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Über gleich mehrere wichtige Schritte stimmten die Stadtverordneten in Bad Sooden-Allendorf ab.

Bad Sooden-Allendorf. Neben dem Haushaltsplan wurden in der Stadtverordnetenversammlung auch noch einige andere Weichen für die Zukunft gestellt.

Die Städtische Werke Kassel AG hat den Stadtwerken Bad Sooden-Allendorf als SUN-Partner eine Beteiligung an dem Windparkprojekt Rohrberg angeboten. Es handelt sich um fünf Windenergieanlagen vom Typ Enercon E-115 mit je 3 MW Nennleistung und 149 m Nabenhöhe.Die Rohrberg GmbH & Co. KG ist eine hundertprozentige Tochter der Städtische Werke AG. Diese beabsichtigt hiervon 74,9 Prozent zu veräußern. Die Anteile werden unter anderem an Kommunen und Bürgergenossenschaften veräußert. Die KG hat einen Wert von 30,2 Millionen. Das Eigenkapital beträgt 5,7 Millionen Euro.Bis auf die FWG/FDP sprachen sich alle Stadtverordneten für eine Beteiligung aus.  Der Anteil der Stadtwerke liegt bei sieben Prozent, dies entspricht einem Preis von 400.820 Euro. Auch die Bürgerenergiegenossenschaft Werra-Meißner wird Anteile an dem Windpark erwerben."Wir finden diesen Windpark sehr bedenklich, man weiß nicht wie er sich auf die Umwelt auswirkt. Wälder werden für den Windpark zerstört und die Tierwelt wird aus dem Gleichgewicht gebracht", so Walter Rammstein von der FWG. Für sie stelle die Beteiligung an dem Windpark eine Gefahr dar.

Neuer Markt

Gleich zwei große Veränderungen wird es in den kommenden Monaten im Industrigebiet der Kurstadt geben. So wird der OBI Markt den laufenden Pachtvertrag zum 30. Juni nicht mehr verlängern. Die so entstehende Lücke soll durch einen neuen Baumarkt geschlossen werden. Dieser soll spätestens im Oktober, nach Umbaumaßnahmen, an gleicher Stelle entstehen.Der Eigentümer des Sondergebiets "Alter Güterbahnhof", zwischen der Bahnlinie und dem Städtersweg, hat zudem aber noch andere Pläne um dem Gebiet mehr Farbe einzuhauchen.Geplant ist der Bau eines Tedi-Markts neben dem neu errichteten DM-Markt. Der Tedi-Markt soll auf einer Flächen von 450 Quadratmetern entstehen. Der Bauausschussvorsitzende Karl-Heinz Lückert sieht die Ansiedelung eher skeptisch. "Wir ziehen mit einem weiteren Markt nur Kaufkraft aus der Innenstadt, denn wenn man einmal einkaufen ist, dann tut man dies gerne dort, wo alle Geschäfte nah beieinander sind", so Lückert. Das Parlament brachte trotzdem eine Bebauungsplan-Änderung auf den Weg.

Sperrvermerk aufgehoben

Freuen können sich auch die Freunde des Familienzentrums in der Weberstraße. Denn die Stadtverordneten hoben einen Sperrvermerk für zugesagte Mittel auf, um den Kauf eines weiteren Gebäudes möglich zu machen. So sind Zuwendungen in Höhe von 106.000 Euro und ein Eigenanteil der Stadt von über 43.000 Euro beschlossen.  Finanziert werden soll das Projekt durch das Leaderprogramm. "Das Familienzentrum bildet seit Jahren einen zenralen Mittelpunkt in der familiären Betreuung unserer Stadt. Den vielen Ehrenamtlichen ist es hier zu verdanken, dass es diese großartige Initiative schon seit so vielen Jahren gibt. Eine Erweiterung würde also nicht nur Ehrenamtlichen, sondern auch vielen Familien und Kindern in unserer Stadt zu gute kommen", erklärt Bürgermeister Frank Hix.

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