Der Sozialpreis 2019: 19 Preisträger aus dem Landkreis

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Vergangene Woche wurde in der Anne-Frank-Schule in Eschwege der Sozialpreis des Werra-Meißner-Kreises verliehen.

Eschwege. 19 Vorschläge waren eingegangen und „ein buntes Spektrum an Vorschlägen, es ist einfach klasse, was hier alles gemeinsam geleistet wird“, sagte Landrat Stefan Reuß in seiner Eröffnungsrede. Aus diesem Grunde hat man sich entschlossen allen vorgeschlagenen Personen und Gruppen den Sozialpreis zu verleihen.

Für jeden gab es 150 Euro zur Förderung der Arbeit und insgesamt wurden rund 150 Personen ausgezeichnet. In Anwesenheit der Bürgermeister Frank Hix (Bad Sooden-Allendorf), Friedel Lenze (Berkatal), Alexander Heppe (Eschwege), Finn Thomsen (Großalmerode), Michael Heußner (Hessisch Lichtenau), Lars Böckmann (Herleshausen), Friedhelm Junghans (Meißner), Mario Hartmann (Ringgau-Röhrda), Thomas Eckhardt (Sontra), Bürgermeister Reiner Adam (Waldkappel), Timo Friedrich (Wehretal), Thomas Mäurer (Weißenborn) und Daniel Herz (Witzenhausen) überreichte Landrat Stefan Reuß die Urkunden.

Die Spannbreite der Projekte war vielfältig. Zu Eröffnung der Veranstaltung spielten die Rotjacken-Kidz des Spielmannszuges Werratal 1956 unter der Leitung von Ralf Fischbach, die auch zu den Ausgezeichneten gehören. Die Sportjugend Werra-Meißner wurde für ihre Vertretung der Interessen von Jugendlichen in Sportvereinen ausgezeichnet. Der aktuelle Vorstand der Sportjugend engagiert sich aktiv für den sportlichen Nachwuchs. Mit der Einführung des Sportpasses hat das Gremium einen leichteren Zugang für Kinder zu Sportvereinen gefunden. Mit dem Sportpass kann man kreisweit die sportliche Vielfalt kennen lernen, ohne sich sofort verbindlich einem Verein anzuschließen.

Die Preisträger aus Eschwege, Wehretal, Weißenborn und Meißner

In Nordhessen ist der Musikzug Werratal der einzige, der einen eigenen Ausbildungszug hat. Die Rotjacken-Kidz sind in der Umgebung eine feste Größe und sie werden als eigenständiger Musikzug gerne gehört. Seit 29 Jahren gibt es die gut funktionierende Jugendgruppe mit einer eigenen Satzung und Vertretern im Gesamtvorstand. Organisiert wird nicht nur die musikalische Ausbildung, es gibt außerdem spezielle Veranstaltungen für die Kinder und Jugendlichen wie Freizeiten, Wanderungen, Zeltlager, Kanu- und Fahrradtouren eine Karnevals- und eine Weihnachtsfeier und eine dreitägige Freizeit am Anfang jedes Jahres. Diese besondere Engagement in der Jugendarbeit wurde als preiswürdig erachtet.

Gerdi Baumgard

Gerdi Baumgard betreut seit mehr als 15 Jahren die Nachwuchsarbeit des TTC Albungen 1962. Jeden Donnerstag steht die 79-Jährige in der Turnhalle und betreut die jüngsten Tischtennisspieler des Vereins. Außerdem engagiert sie sich regelmäßig bei Veranstaltungen im Nachwuchsbereich und nimmt auch seit Jahren das Sportabzeichen ab. Neben ihrem sportlichen Engagement ist sie auch in der Eschweger Tafel aktiv. Für diese außergewöhnliche, ehrenamtliche Leistung erhält sie den Sozialpreis.

Konstantinos Panou

Auch Konstantinos Panou aus Meißner-Germerode ist durch sein ungewöhnliches Engagement aufgefallen. Er arbeitet seit Jahren in verschiedenen Jugendorganisationen mit. Er kümmert sich 2016 um die Organisation des Jugendraumes in Abterode. Panou war Schülersprecher der Brüder-Grimm-Schule, stellvertretender Kreisschülersprecher und danach Kreisschülersprecher. Er hat in der Gemeinde Berkatal die Jusos gegründet und ist inzwischen der Vorsitzende der Organisation auf Kreisebene. Außerdem ist er Mitglied der Jugendfeuerwehr Meißner, dort als Betreuer tätig und aktives Mitglied der Feuerwehr Abterode.

Handballsparte des Sportvereins Reichensachsen

Ausgezeichnet für beispielhafte Jugendarbeit wurde die Handball Sparte des Sportvereins Reichensachsen. Er ist der einzige Verein, der alle weiblichen Altersklassen besetzt hat und sogar eine Mannschaft hat, die hessenweit auf C-Jugend Niveau spielt. Mehr als 15 Trainer und Betreuer sorgen jede Woche ehrenamtlich dafür, dass Training und Spielbetrieb laufen. Zusätzlich organisiert der Verein viele gemeinsame Aktionen für die Mädchen und Frauen, wie zum Beispiel Trainingstage oder die Weihnachtsfeier am letzten Spieltag des Jahres.

Die Jugendgruppe des Heimatvereins Weißenborn

Die Jugendlichen des Heimatvereins Weißenborn gehören ebenfalls zu den Ausgezeichneten. Die Jugend nimmt regelmäßig an Veranstaltungen des Vereins teil, sie werden beim Dorffest, Umwelttagen oder sonstigen Projekten einbezogen. Der Verein plant einen Art Untergruppe für die Jugend zu gründen, um den Jugendlichen mehr Mitbestimmungsrechte zu geben.

Lukas Möckel

Auch Lukas Möckel gehört zu den Geehrten. Er ist Kreisjugendwart im Tischtennis Werra-Meißner und Jugendwart der Tischtennisabteilung des TV Frankenhain. Neben der aktiven Mitarbeit im Kreisvorstand hat er auch verschiedene Turniere organisiert und er betreut in seinem Stammverein die Jugendmannschaft und ist Jugendwart.

Die Preisträger aus Hessisch Lichtenaus, Waldkappel und Großalmerode

Ein Auszeichnung erhielt das Jugendparlament der Stadt Großalmerode. Schon 2016 wurde die Idee in der achten Klasse der Valentin-Traudt-Schule in Großalmerode geboren. 2018 wurde das erste Jugendparlament gewählt. Die Stadt Großalmerode hat keinen Jugendpfleger, so dass das Parlament weitgehend selbstständig arbeitet. Mit einem Budget von 3.000 Euro haben sie 2018 die Errichtung eines kostenfreien W-Lans in Großalmerode initiiert, sie haben an der Erarbeitung des Masterplans Jugend teilgenommen und präsentierten sich bei verschiedenen Veranstaltungen. Im September konstituierte sich das zweite Jugendparlament mit neuen Jugendlichen.

AG „Peer Fighters"

Als preiswürdig wurde auch die Schul-Arbeitsgemeinschaft der Valentin-Traudt-Schule, die „Peer Fighters“, angesehen. Die Streitschlichter bestehen seit 20 Jahren und arbeiten daran, Schüler bei der Integration in die Schulgemeinschaft zu unterstützen und ihnen zu helfen, Konflikte gewaltfrei zu lösen. Sie stehen den Schülern bei Problemen und Schwierigkeiten jeder Art zur Seite und sind auch bei Bedarf in den Pausen als Ansprechpartner da. Einmal wöchentlich findet ein Meditations- und Kommunikationstraining statt und die Jugendlichen planen und organisieren verschiedenen Veranstaltungen. Seit 2018 sind sie als Net-Piloten ausgebildet und klären auf zu Themen wie Cyber-Mobbing, Urheberrecht und Mediensucht.

AG „Extrem"

Mit dem Sozialpreis wurde außerdem die Arbeitsgemeinschaft „Extrem“ der Freiherr-vom-Stein-Schule in Hessisch Lichtenau ausgezeichnet. Die AG organisierte eine Menschenkette vom Schulstandort zu der ehemaligen Munitionsfabrik in Hirschhagen, um den Weg der Zwangsarbeiterinnen von ihren Unterkünften zu den Fabriken zu nachzustellen. Am Zielort wurde aus dem Buch der ehemaligen Zwangsarbeiterin Blanka Pudler vorgelesen, danach wurde das Buch durch die Menschenkette gereicht. Die Schüler wollten damit ein Signal und Symbol der Gegenwart setzen, ein Zeichen der Mitmenschlichkeit, und durch die Erinnerung an vergangene Schrecken die Gegenwart mahnen, solches nicht wieder geschehen zu lassen.

Verein Kidzz Kreativ

Der Verein Kidzz Kreativ aus Fürstenhagen veranstaltet vier Mal im Jahr für Grundschulkinder eine Woche lang Ferienprogramm. Damit soll für die Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert werden. Mit vielen Betreuern werden die Kinder zum Selbstkostensatz betreut, außerdem werden Jungteamer ausgebildet. Finanzielle Unterstützung gab es bisher keine, bei der Preisverleihung erklärte aber Bürgermeister Thomas Heußner, dass sich das in Zukunft ändern werde.

Verein Aktion Jugend

Der Verein Aktion Jugend aus Hessisch Lichtenau ist seit Mitte der 90er Jahre freier Träger der Jugendhilfe und eine feste Größe in der Jugendarbeit von Hessisch Lichtenau. Die Jugendlichen bespielen mit ihren Ehrenamtlichen das Jugendzentrum in Hessisch Lichtenau und organisieren selbstständig Bandauftritte zum Beispiel beim Altstadtfest oder dieses Jahr zum ersten Mal das Holle Rock Festival. Seit 1997 sind sie bei den Ferienspielen dabei und organisieren mit der Jugendförderung ein zweiwöchiges Programm für Groß und Klein.

Inklusionsklasse 8c der Freiherr-vom-Stein-Schule

Die Inklusionsklasse 8c der Freiherr-vom-Stein Schule wurde für ihre Mitarbeit an der 72-Stunden Aktion des Bundes der Katholischen Jugend ausgezeichnet. Die Schüler haben zusammen mit Studenten der Uni Kassel auf dem Gelände der Werraland Wohnstädten in Eschwege eine Begegnungsstätte mit Sinnesgarten gebaut. Es wurden Wege angelegt, Sitzgelegenheiten geschaffen und für Rollstuhlfahrer ein unterfahrbares Hochbeet gebaut.

Die Betreuerinnen der Kinderfeuerwehr

Die Betreuerinnen der Kinderfeuerwehr in Waldkappel wurden für ihre engagierte Jugendarbeit geehrt. Katharina Schmidt ist Kinderfeuerwehrwartin und Erzieherin in der Kindertagesstätte Pusteblume. Franziska Sandrock macht, neben ihrem aktiven Feuerwehrdienst und der Vorstandsarbeit, auch noch die Arbeit der stellvertretenden Kinderfeuerwehrwartin. Alle vierzehn Tage treffen sich die Beiden mit den Kindern, um ihnen mit Spiel, Spaß und Basteln die Arbeit der Feuerwehr näher zu bringen. Die Zahl der Kinder in der Jugendfeuerwehr hat sich seit ihrer Arbeit fast verdoppelt. Die Zwei haben 2019 gemeinsam den Kreiskinderfeuerwehrtag ausgerichtet.

Sontra, Ringgau und Herleshausen

Der Jugendtreff „Pfarrscheune Röhrda“ wurde ausgezeichnet. Er besteht inzwischen seit über 30 Jahren und Jugendliche im Alter von 14 bis Mitte 20 besuchen regelmäßig die Räume und gestalten dort ihre Freizeit zusammen. Die Jugendlichen sind über Röhrda hinaus sehr engagiert, sie haben unter anderem an der Aktion „Landei 2020“ teilgenommen.

Außerdem gestalten sie das Dorfleben aktiv mit, indem sie das Holz für das Osterfeuer in Eigenregie einsammeln und den „Bratwürstchendienst“ für ältere oder gehbehinderte Menschen anbieten, die nicht mehr zum Osterfeuer kommen können. Sie beteiligen sich an der Durchführung des lebendigen Adventskalenders und laden nach der Spätmette am Heiligen Abend zu einem Umtrunk. Sie beteiligen sich regelmäßig am Freiwilligentag und helfen bei Dorfverschönerungsmaßnahmen und bei Aktionen auf dem Friedhof mit.

Turn- und Sportverein Herleshausen 

Der Turn- und Sportverein Herleshausen konnte anlässlich seines 150-jährigen Bestehens auf ein kontinuierliches und vielseitiges Vereinsangebot zurückschauen. Rund 700 Mitglieder sind derzeit im Verein aktiv und es wird sowohl Breiten- als auch Leistungssport geboten. Die Hälfte der Mitglieder sind Jugendliche. Durch die intensive Kinder- und Jugendarbeit finden zugezogene Familien Zugang zum dörflichen Leben. Nicht deutschsprachige Kinder können leichter integriert werden und bekommen neue Kontakte und Sprachimpulse.

Bad Sooden-Allendorf und Witzenhausen

Die Imker Arbeitsgemeinschaft der Rhenanus-Schule Bad Sooden-Allendorf wurde für ihr Engagement in Sachen Naturschutz ausgezeichnet. Die Schüler setzten sich für die Verbesserung des Lebensraumes von Bienen und Nutzinsekten ein. Sie haben Bienenbeuten selber gebaut und Bienenvölker gepflegt, um eigenen Honig zu ernten. Es ist ein Verdienst der AG, andere Jugendliche auf ihr Naturschutzanliegen hinzuweisen und sie für die Imkerei zu begeistern. Die Arbeit der AG fließt in das Wahlpflichtangebot der Schule ein.

Betreuerteam der Kinderferienspiele

Ausgezeichnet wurde auch das Betreuerteam der Kinderferienspiele in Bad Sooden-Allendorf . Etwa 120 Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren nehmen jährlich an den Ferienspielen teil. Die Ferienspiele werden vom Jugendpfleger der Stadt, Norbert Wortmann, und dem Schulsozialarbeiter der Rhenanus-Schule, Daniel Schindewolf, organisiert.

Ohne ehrenamtliche Unterstützung wäre das Angebot nicht denkbar. Viele aus dem zehnköpfigen Betreuerteam machen die Arbeit schon seit vielen Jahren. In Bad Sooden-Allendorf wird es immer schwieriger Vereine zu finden, die sich bei den Ferienspielen engagieren, deshalb ist das Engagement der Jugendlichen von unschätzbarem Wert, finden die Juroren.

Team des Come 2 Gether Festivals

Das Team des Come 2 Gether Festivals aus Witzenhausen wurde geehrt, weil Jugendliche und junge Erwachsene eigenständig das Festival ehrenamtlich planen und durchführen. Die Teilnahme ist kostenfrei und auf zwei Bühne spielen regionale und überregionale Bands. Das Come 2 Gether Festival gehört seit über zehn Jahren zum etablierten, kulturellen Programm von Witzenhausen.

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