Spitzer Winkel als Verkehrshindernis?

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Anwohner in Witzenhausen-Wendershausen bemängelt Baumaßnahme der Stadt und bezeichnet diese als Verkehrshindernis

Witzenhausen-Wendershausen. Die Straße ,Vor der Schinderwiese’ ist eine ruhige Wohnstraße im Witzenhäuser Ortsteil Wendershausen. Sie wurde in den 90er Jahren neu gestaltet. Der Bürgersteig ist auf die gleiche Höhe mit der gepflasterten Straße angelegt worden – barrierefrei. Bordsteine gibt es hier nicht. "Eigentlich ein tolles Konzept für eine Wohnstraße," das befand Anlieger Otto Kirsch bisher.Doch seit zwei Wochen ragt in Höhe seines Hauses Nr. 7 ein aus Randsteinen gebauter ,spitzer Winkel’ in die Straße hinein. Dieser trennt den Gehweg von der Fahrbahn und führt ihn hinter eine Bauminsel herum.

"Eine Stolperfalle!", schimpft Kirsch. Er weiß nicht was das soll. Für ihn sei die Baumaßnahme eine Verschwendung von Steuergeldern. "Hier wurde ein überflüssiges Hindernis für die Verkehrsteilnehmer gebaut", so Kirsch weiter. Besonders Radfahrer sieht er gefährdet. Noch steht eine Warnbake an der Stelle. Doch wenn die weg sei, könne man die neuen Bordsteine leicht übersehen, besonders in der Dunkelheit.

,Hier lag früher ein Stein'

Bürgermeisterin Angela Fischer kann die Kritik nicht nachvollziehen. "An dieser Stelle lag früher ein großer Stein, der die Bauminsel markierte und die Bepflanzung schützen sollte", erläutert Fischer. Denn gegenüber der besagten Stelle befänden sich Parkplätze. Beim Herausfahren sei oft über die Bepflanzung gefahren und der schützende Stein davor irgendwann eigenmächtig entfernt worden. Daher sei die Maßnahme eine sinnvolle Investition.

Otto Kirsch hingegen bemängelt, dass die ausparkenden Autos durch den ,spitzen Winkel’ jetzt noch weniger Platz zur Verfügung hätten als vorher: "Man sieht ja so nichts im Rückspiegel, da sind Ärgernisse vorprogrammiert."Er wisse nicht, wie er seinem Ärger Luft machen solle, dass er als Anlieger nicht informiert worden sei.

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