Stadt versendet 725 Briefe an ehemalige Wanfrieder

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(V.li.) Melina Schwabe, Sarah Gleim, Luna Gücking, Leoni Menge, Praktikantin Stefanie Ross, Verwaltungsangestellte Beate Schröder, Praktikantin Katharina Gümpel, Alica Wagner, Johanna Dierks und Lara Schmidt. Vorne Bürgermeister Wilhelm Gebhard und Lena Denker.

Damit sendet die Stadt Wanfried alle aktuellen Informationen und Grüße an die, die dort gewohnt haben und im Laufe ihres Lebens verzogen sind.

Wanfried. Zweieinhalb Wochen vor dem 451. Wanfrieder Vogelschießen sind 725 Grußbriefe aus der Brombeermannstadt auf Reisen geschickt worden. Mindestens einmal jährlich wendet sich Bürgermeister Wilhelm Gebhard mit einem persönlichen Schreiben an ehemalige Wanfriederinnen und Wanfrieder, die aus privaten, beruflichen, familiären oder sonstigen Gründen im Laufe ihres Lebens in die ganze Welt verzogen sind. „Die Adressdatei umfasst neben den ehemaligen Mitbürgern auch Menschen, die sich emotional mit Wanfried verbunden fühlen. Fast jede Altersgruppe ist dabei,“ so Gebhard.

39 Briefe ins Ausland

Die Adressliste beschränkt sich nicht nur auf Deutschland oder Europa, sondern umfasst mittlerweile fast jeden Kontinent, so auch Nordamerika, Südafrika oder Australien. „Immerhin 39 der 725 Briefe gehen ins Ausland“, berichtet Gebhard Die Post aus der Heimat hält stets die aktuellen Informationen über Wanfried und Umgebung bereit. „Jeder Ehemalige ist ein Botschafter der Stadt Wanfried in der Welt, deshalb müssen sie auch regelmäßig mit Neuigkeiten ausgestattet werden“, so Gebhard. So enthält der dreiseitige Brief des Bürgermeisters in diesem Jahr unter anderem auch wieder die traditionelle Einladung mit beiliegendem Programmflyer zum bevorstehenden Schützenfest.

Diese Einladung weckt gerade bei der älteren Generation schöne Kindheitserinnerungen, wie Gebhard immer wieder bestätigt bekommt. Auch ein Jahresrückblick war wieder mit dabei, der anschaulich darstellt, was im vergangenen Jahr alles in Wanfried passiert ist. Zudem berichtet Gebhard über die Fest- und Gedenkveranstaltung „30 Jahre Mauerfall“ mit den beiden Bundesländern Hessen und Thüringen im November, über die neue Imagebroschüre, über die große Investition des Landkreises in den neuen Schulcampus, über den geplanten Bau der modernen Rettungswache, und die erfolgreiche Gründung des Fördervereins zum Erhalt des Plesseturms. Außerdem geht Gebhard auf die positive Entwicklung bei den Tourismus- und Einwohnerzahlen ein und bedankt sich für die Spenden zur Finanzierung der Ehemaligenpost.

„Dass sich die Ehemaligen über die Post aus der Heimat sehr freuen, zeigen nicht nur die Reaktionen, die die Stadtverwaltung erhält, sondern auch die eingehenden Spendengelder, die die Empfänger der Briefe für das Porto bereitstellen; immerhin eine Summe von 1.000 Euro.“

Aktuelle Adresslisten

Eine große Herausforderung ist für die Verwaltung nach wie vor, die Adressliste aktuell zu halten. Hier ist man stetig auf Unterstützung der Bevölkerung beziehungsweise der Briefempfänger angewiesen. Einerseits sollten der Verwaltung Adress- sowie Namensänderungen, aber leider auch Sterbefälle aktuell mitgeteilt werden. Andererseits ist es wichtig, Namen und Adressen von weiteren Briefempfängern zu erhalten, die bislang der Verwaltung nicht gemeldet wurden. „Hier kommt es immer wieder zu Fragen bzw. Beschwerden bei der Verwaltung, warum ein Familienmitglied, welches verzogen ist, keine Post aus Wanfried erhält. „Das geht natürlich nur, wenn uns die Adressen auch bekannt sind,“ so Gebhard. Ein besonderer Dank gilt Beate Schröder und den beiden Praktikantinnen der Stadtverwaltung sowie den Schülerinnen der Abgangsklasse 10 der Außenstelle der Anne-Frank-Schule, die an einem ihrer letzten Schultage beim Eintüten der Briefe geholfen haben. „Ohne sie wäre die kurzfristige Umsetzung des Briefversands nicht möglich gewesen,“ freut sich Gebhard.

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