Stadt Wanfried verleiht Bürgerschaftspreis

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1. Platz: Reinhard Wetzestein
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2. Platz: Christa und Wolfgang Wagner
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3. Platz: Markus Streitenberger nimmt den Preis für seinen Vater Klaus Streitenberger entgegen.
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Insgesamt sechs Preisträger konnten sich über den Bürgerschaftspreis 2017 der Stadt Wanfried freuen. Der erste Platz ging an Reinhard Wetzestein, der in mühevoller und aufwendiger Arbeit die Kirchenbücher der Stadt sichtet und digitalisiert.

Wanfried - Bereits zum siebten Mal konnte am vergangenen Samstag in Wanfried der Bürgerschaftspreis verliehen werden. „Diese Verleihung ist ein passender Rahmen, um die Menschen zu würdigen, die sonst eher im Hintergrund arbeiten. Es ist ein Höhepunkt alle zwei Jahre, wenn das geballte Ehrenamt Wanfried zusammenkommt”, sagt Bürgermeister Wilhelm Gebhard zur Eröffnung der Verleihung im Bürgersaal des Hotels „Zum Schwan“. In keinem Land gäbe es ein solches Netz an ehrenamtlicher Arbeit, doch solle man das Ehrenamt nicht nur fordern, sondern auch fördern. „Denn das Vereinsleben und das Engagement im Ehrenamt ist der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält”, so Gebhard.

Auch Stadtverordnetenvorsteherin Jutta Niklass betont die Stärke des Engagements in Wanfried. „Das Ehrenamt hat viele Gesichter. Doch egal wie, egal wo, egal was, man engagiert sich aus Spaß an der Sache. Und das wird hier besonders widergespiegelt. Es gilt, einfach mal Danke zu sagen, denn sie alle machen Wanfried besser", bedankt sich Niklass. Sechs Preisträger können sich über den Bürgerschaftspreis 2017 freuen. 17 Vorschläge wurden eingereicht, die Auswahl war Aufgabe der Jury. Dieser gehörten dieses Mal Heidi Eisenberg, Manfred Wetzer, Hartmut Vogt, Udo Schein, Claus Wehr, Steffi Stück, Ruth Köditz und Ute Lorenz-Roth an. Der erste der drei Anerkennungspreise ging an die Sportkameraden der Fußballabteilung. „Über Jahre hinweg leisten sie besondere Arbeit. Egal ob gärtnern, malen oder renovieren, wir können immer auf sie zählen. Ich hoffe, ihr seid als Gruppe noch lange aktiv", so Manfred Wetzer in seiner Laudatio.

Auch der zweite Anerkennungspreis geht an einen Zusammenschluss, der seit über 100 Jahren aktiv ist. 1908 als vaterländischer Frauenverein gegründet, ist die DRK Bereitschaft des Ortsvereines Wanfried heute immer da, wenn es gilt, Veranstaltungen in der Stadt zu betreuen. „Ob Schützenfest, Osterfeuer, Altstadtlauf, Fasching, Weihnachtsmärkte oder Konzerte im Hafen - wenn andere feiern, seid ihr im Einsatz. Dafür ein großes Dankeschön”, so Heidi Rettberg. Auch wenn das Profil des dritten Preisträgers der Anerkennungspreise nicht so ganz ins Profil der stillen Helden passe, so hätte sich der Posaunenchor Wanfried den Preis dennoch verdient. „Denn obwohl aufbrausend und temperamentvoll eher zu euch passt als still, spielt ihr euch nicht in den Vordergrund, aber seid immer dabei, um die Menschen mit eurer Musik zu begleiten”, so Niklass.

Dritter Platz

Den dritten Platz verleiht die Stadt Wanfried an den im Januar verstorbenen Klaus Streitenberger. Aufgrund seiner langjährigen Verdienste im Kultur- und Verkehrsverein sowie als Vermittler in der französischen Städtepartnerschaft und Leiter des Grenzmuseums, hat er den Bekanntheitsgrad der Stadt bis heute beeinflusst. „Mit Klaus Streitenberger verlieren wir einen überaus engagierten Bürger, dem immer etwas daran gelegen hat, die Geschichte aufzuarbeiten und zu Recht mit dem Landesehrenbrief Hessen ausgezeichnet wurde”, sagt Wilhelm Gebhard, der die Laudatio stellvertretend für Ute Lorenz-Roth übernahm. Den Preis nahm der Sohn des Preisträgers, Markus Streitenberger, entgegen.

Zweiter Platz

Das Ehepaar Wolfgang und Christa Wagner erhält den zweiten Preis. „Seit Jahren setzen sie sich für das Gemeinwohl der Bürger ein. Früher vermittelten sie ihr Wissen als Lehrer in der Schule, heute sind sie im Kirchenvorstand aktiv und organisieren im Rahmen der AWO viele Veranstaltungen. Ihr seid etwas ganz Besonderes und Wertvolles für Wanfried”, ehrt Laudator Claus Wehr das Ehepaar.

Erster Platz

Für seine mühevolle Arbeit, die Kirchenbücher der Stadt Wanfried zu digitalisieren, wird Reinhard Wetzestein mit dem ersten Platz des Bürgerschaftspreises geehrt. Seit acht Jahren sichtet, sortiert und bereitet Reinhard Wetzestein die alten Schriften auf, um sie digitalisiert der Nachwelt zu erhalten. „Das sind enorme Recherchehilfen, insbesondere in der Familienforschung. Dank deiner Arbeit sind wir in der Digitalisierung von Kirchenbüchern weit fortgeschritten”, dankt Steffi Stück. Im Schlusswort dankte der Bürgermeister allen Preisträgern sowie Vorgeschlagenen und Vorschlagenden für Ihren Einsatz.

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