Stadtmarketing wirbt mit einer digitalen Offensive für Eschwege

Die App "Stadtportal Eschwege" ist seit Anfang August für Android und iPhone erhältlich. Foto: Renneberg
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Die App "Stadtportal Eschwege" ist seit Anfang August für Android und iPhone erhältlich. Foto: Renneberg

Die Initiative Stadtmarketing will das Eschweger Außenmarketing verbessern. Dafür sollen vor allem Soziale Netzwerke und eine neue App sorgen.

Eschwege. Wie kann sich Eschwege im Wettbewerb der Städte und Regionen wirkungsvoll positionieren? Diese Frage hat sich die Initiative  Stadtmarketing gestellt – und festgestellt, dass es einiges "Verbesserungspotenzial" gibt, wie Vorstandsmitglied Sebastian Loch erklärt.

Bislang habe sich die Initiative beim Außenmarketing vor allem auf Innenstadtveranstaltungen wie Frühlingszauber,  Wurschtfest oder EAA konzentriert. Künftig sollen die Vorzüge von Stadt und Region insgesamt kontinuierlich in den Vordergrund gerückt werden, sagt Volker Roeber.

App ist seit August erhältlich

Er hat deshalb die App  "Stadtportal Eschwege" entwickelt, die seit Anfang August für iPhone und Android erhältlich ist. Bereits im vergangenen November hat Roeber die gleichnamige Facebook-Seite ins Leben gerufen, die mittlerweile als offizielles Sprachrohr der Initiative Stadtmarketing fungiert.

Die Inhalte der facebook-Seite finden sich in der App wieder –  zum Beispiel die Bildergalerien von Veranstaltungen in der Region. Es sei jedoch wichtig, unabhängig von dem Sozialen Netzwerk informieren zu können, betont Roeber. Zudem bietet die App zusätzliche Funktionen, beispielsweise einen Veranstaltungskalender und Informationen über Sehenswürdigkeiten.

"Wir wollen die Menschen nicht nur zu Großveranstaltungen, sondern auch zu den Kernöffnungszeiten in die Stadt locken", betont Loch. Dort sollen sie einkaufen, Essen gehen und Urlaub machen,  kurz gesagt: die Wirtschaft stärken – und eines Tages vielleicht sogar herziehen.

Über die Region hinaus

Damit das Stadtportal nicht im eigenen regionalen Saft schmort, setzen die Initiatoren auf virales Marketing. "Wir bedienen zum Beispiel Special-Interest-Gruppen außerhalb der Region mit passenden Themen, um auf Eschwege aufmerksam zu machen", erklärt Roeber. Loch ist überzeugt: "So können wir mit relativ wenig Einsatz relativ viel bewirken".

Die Zahlen geben ihm Recht: Auf Facebook folgen dem Stadtportal mehr als 2.000 Personen – die App wurde rund 1.100 mal installiert. Loch ist überzeugt: Ein vergleichbarer Werbewert sei offline mit dem Budget des Stadtmarketings nicht zu erreichen.

Mit der Digitalisierung der Initiative Stadtmarketing ist es allerdings längst nicht getan: "Wir wollen unseren Mitgliedsbetrieben helfen, ihr Online-Marketing zu optimieren", sagt Loch. Denkbar seien beispielsweise Workshops zu dem Thema. Schließlich könne das Stadtportal lediglich als Multiplikator dienen.

Zudem soll die Verzahnung der Initiative Stadtmarketing, der Eschweger Werbegemeinschaft, der Interessengemeinschaft Thüringer Straße und des Gewerbegebiets Hessenring vorangetrieben werden, um Eschwege als Ganzes wirksam vermarkten zu können.

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