Einigkeit in der Eschweger Stadtverordnetenversammlung

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Der Magistrat soll nun prüfen, ob eine Wegeverbindung zwischen Schlossplatz und Bahnhof möglich ist. Der Antrag der SPD sieht die Einbeziehung des „Treidelpfades” (Bild) vor.

Der Zweckverband Tourismus wurde aufgelöst und über einen Fußweg an der Werra diskutiert.

Eschwege. Die Eschweger Stadtverordnetenversammlung beschloss am vergangenen Donnerstag einstimmig die Auflösung des Zweckverband Tourismus sowie die Erweiterung des Geschäftszweckes der Stadtwerke Eschwege GmbH. Die Tourist-Information wird somit ab dem 1. Januar 2019 als Sparte „Freizeit Tourismus Marketing” in die Tochtergesellschaft der Stadt integriert. Vor acht Jahren ist Meißner aus dem Tourismus-Zweckverband ausgetreten, vor drei Jahren folgte Wanfried, vor zwei Jahren auch noch Meinhard. Übrig blieb nur noch Eschwege. „Ein Verbund, der noch mit sich selbst verbunden ist, hat relativ wenig an Verbund”, machte Bürgermeister Alexander Heppe deutlich. Er hob die Vorteile der Integration nochmals hervor. So komme das Know-how des Teams nun auch den Stadtwerken zu Gute. „Und die Ressourcen können wieder für die Gäste eingesetzt werden, nicht mehr für die Verwaltung”, so Heppe.

Nach außen bleibt die Tourist-Information weiterhin erhalten. Die hoheitlichen Aufgaben übernimmt fortan die Stadtwerke Eschwege GmbH. Petra Strauß (SPD) freut sich, dass sich die Fachleute des Marketings nun wieder intensiv ihrem Bereich widmen können. Außerdem wünscht sie sich für die Zukunft eine enge Zusammenarbeit mit dem Geo-Naturpark Frau-Holle-Land. Durch die Synergieeffekte im Hinblick auf die Verwaltung werden im ersten Jahr Einsparungen von etwa 57.000 Euro erwartet.

Prüfung eines Fußweges an der Werra

Auf Antrag der SPD-Fraktion soll der Magistrat prüfen, ob eine Wegeverbindung zwischen Schlossplatz und Bahnhof entlang der Werra machbar ist. Laut Alexander Feiertag (SPD) sei das Vorhaben derzeit auf Grund gegebener Planungen vor Ort zeitlich passend. „Durch Grundstücksveräußerungen und vor dem Hintergrund des Brückenneubaus ergibt sich ein Zeitfenster, das genutzt werden sollte”, so Feiertag. 2006 sei bereits eine Zustimmung seitens der Naturschutzbehörde eingeholt worden. Für das Vorhaben soll teilweise der historische „Treidelpfad” genutzt werden. An fast allen anderen Orten mit Flüssen sei eine durchgängige Wegeverbindung üblich, gab auch Stefan Schneider (CDU) zu Bedenken. Er wünsche sich den Weg sogar weiter bis zum Leuchtberg. „Dadurch wären wir wieder ein bisschen mehr Stadt an der Werra”, so Schneider. Die Stadtverordneten stimmten dem Antrag auf die Prüfung eines solchen Weges einstimmig zu.

Anregungen

Eine Umgestaltung des Bahnhofes regte Vanessa Grauer (Grünen) an. Das Gebäude sei sehr grau und trist, eine Zusammenarbeit mit dem Kunstverein und dem Seelenhaus sei wünschenswert. Knut John (SPD) regte an, alle Zebrastreifen auf ihre Verkehrssicherheit in Hinblick auf die Beleuchtung zu überprüfen. Bürgermeister Alexander Heppe wies anschließend darauf hin, dass eine solche Prüfung auf die neuesten DIN-Vorgaben bereits umgesetzt werden. Stefan Fiege (SPD) regte an, die Straßenquerung im Bereich Schützengraben/Südring mehr zu sichern. Außerdem solle geprüft werden, was die Stadt machen kann, um den Anteil am Klimaziel von 1,5 Grad zu erreichen. Dr. Manfred Bödicker (CDU) regte an, eine Klimaanlage in der Stadthalle zu installieren. Außerdem solle das Fachwerk noch näher in den Fokus des Tourismus gerückt werden. Zudem soll der Gambrinussaal des Leuchtberg-Felsenkellers, der zum Verkauf stehe, reaktiviert werden.

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