Reuß kandidiert erneut als Landrat - Mitbewerber stehen nicht fest

Landrat Stefan Reuß an seinem Arbeitsplatz.
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Landrat Stefan Reuß an seinem Arbeitsplatz.

Am 24. September sollen die Bürger im Werra-Meißner-Kreis einen neuen Landrat wählen. Als Kandidat steht bislang lediglich Amtsinhaber Stefan Reuß fest.

Werra-Meißner. Stefan Reuß kandidiert für eine dritte Amtszeit als Landrat des Werra-Meißner-Kreises – das gab der SPD-Politiker in der vergangenen Woche bekannt. Über Reuß‘ berufliche Zukunft hatte es zuvor reichlich Spekulationen gegeben. Die wollte der Landrat nicht kommentieren.

„Ich habe viele Dinge angestoßen, die ich weiter begleiten möchte“, begründete er seine Entscheidung. Als Beispiele nannte er den Breitbandausbau, die Modernisierung des Verwaltungszentrums sowie die Neuausrichtung von Tourismus- und Wirtschaftsförderung.

Geht es nach dem Landrat, wird die Wahl parallel zur Bundestagswahl am 24. September stattfinden. Davon erhofft sich der Amtsinhaber eine höhere Wahlbeteiligung.

Reuß‘ erste Amtszeit begann im Juni 2006

Die lag bei der vergangenen Landratswahl im Januar 2012 gerade einmal bei 43,8 Prozent. Seinerzeit setzte sich der 46-Jährige mit 78,2 Prozent der Stimmen gegen seinen Herausforderer Magnus Schmagold (CDU) durch. Reuß wurde im März 2006 mit 56,9 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von Dieter Brosey (SPD) gewählt – die CDU schickte damals Dirk Landau (36,6 Prozent) ins Rennen, und für die Grünen kandidierte Sigrid Erfurth (6,5 Prozent).

Zumindest von Grünen-Seite ist im September kein Gegenkandidat zu erwarten – im Zuge der erfolgreichen Koalitionsverhandlungen nach der Kreistagswahl im März 2016 haben sowohl die Grünen als auch die FDP einem SPD-Kandidaten ihre Unterstützung zugesichert.

Auch FWG und Linke zögern noch, einen eigenen Kandidaten zu benennen. „Das war im Kreisverband und in der Kreistagsfraktion noch kein Thema“, sagte FWG-Sprecher Andreas Hölzel. Er kündigte an, dass die Freien Wähler die Frage ergebnisoffen diskutieren werden – ein Landratskandidat aus den eigenen Reihen sei jedoch „eher unwahrscheinlich.“ Auch die Linke hat noch keine Entscheidung getroffen. Der Vorsitzende der Kreistags-Fraktion, Bernhard Gassmann, machte allerdings deutlich, dass er sich eine Alternative zum Amtsinhaber wünscht: „Demokratie lebt von Alternativen.“ Die Linke wolle nun erstmal schauen, wie sich die anderen Parteien positionieren. „Der Ball liegt jetzt in der Hälfte der CDU“, sagte Gassmann.

CDU befindet sich derzeit in Beratungen

Deren Kreisvorsitzende Lena Arnoldt konnte allerdings noch keine Ergebnisse vermelden. „Wir befassen uns aktuell sehr aktiv mit der Landratswahl“, sagte Arnoldt. Ob die CDU einen Kandidaten aufstelle und wer das sein könnte, sei allerdings noch nicht entschieden.

Stefan Reuß bietet unterdessen an, seine Pläne allen im Kreistag vertretenen Fraktionen persönlich vorzustellen. „Und ich würde mich freuen, wenn die von dem Angebot Gebrauch machen.“

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