"In den Steinen 9" liegt ein Trümmerhaufen, der für Ärger sorgt

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So sieht es derzeit vor Ort „In den Steinen 9“ aus. Foto: Horn

Wer kommt für den Abriss und die Entsorgung des Hauses "In den Steinen 9" auf. Kreis und Stadt wollen nicht auf den Kosten sitzenbleiben.

Großalmerode. Wo einst ein Haus stand, liegen zurzeit nur noch Trümmer. Laut Kreisverwaltung war die Einsturzgefahr des Hauses, das "In den Steinen 9" stand zu groß, und da der Besitzer nichts gegen die Gefahr unternahm, ließ der Kreis laut Sylvia Weinert das Haus abreißen."Die Kosten für den Abbruch hat der Werra-Meißner-Kreis getragen. Ob wir das Geld von dem Grundstückseigentümer zurück erhalten, ist recht ungewiss. Meistens bleibt der Kreis auf den Kosten sitzen", so Weinert von der Kreisverwaltung.

Seitens der Stadt Großalmerode sei man ebenfalls nicht glücklich über den "Schutthaufen", weshalb man auch in der vergangenen Stadtverordnetenversammlung darüber diskutierte.Welche Umweltgefährdung von dem Schuttberg ausgeht sei unbekannt, einige der Verordneten befürchten, dass vielleicht Öl in dem Gebäude war, dass vor dem Abriss nicht ensorgt wurde und nun den Boden beziehungsweise das Grundwasser verunreinigen könnte.

Die Entsorgung müsser daher möglichst schnell vorgenommen werden, so der Tenor auf der Versammlung.Zudem handle es sich laut Großalmerodes Bürgermeister, Andreas Nickel, um die teuerste Müllklasse, die es nun zu entsorgen gilt, denn der Berg besteht aus unterschiedlichsten Müllsorten.Pro Tonne werden 250 Euro für die Entsorgung dieses Schutts fällig.  Laut Kreis habe vor dem Abriss niemand das Haus betreten, da die Einsturzgefahr für ein Betreten zu groß war.

Wer entsorgt den Schutt?

"Wir sind uns durchaus bewusst, dass der Anblick des jetzigen Grundstückes mit dem Abfall für das Ortsbild abträglich ist. Die Bestrebungen der Stadt Großalmerode, dass die Bauaufsicht auch noch den Bauschutt beseitigen lässt, können wir zwar nachvollziehen. Allerdings weiß die Stadt auch, dass dies nicht mehr in die Zuständigkeit der Bauaufsicht fällt", erklärt Weinert.

Zu den Aussagen des Kreises  äußert sich Großalmerodes Bürgermeister Andreas Nickel wie folgt: "Die Stadt hat noch eine nicht beantwortete Anfrage laufen, warum der Kreis unserer Forderung, zur Unterhaltung der Nachbarhäuser auf beiden Seiten einen Arbeitsraum zu schaffen, nur auf der einen Seite umgesetzt hat (...).Bei allen Zuständigkeitsregelungen muss aber auch festgestellt werden, dass der Kreis Teile des Bauschutts entsorgt hat, obgleich keine Zuständigkeit vorliegt. An diesem eigenen Handeln muss sich der Kreis meines Erachtens messen lassen. Warum wurde nur ein Teil des Bauschutts entfernt? (...)Im Übrigen fordert die Stadt eine Absicherung des Bauschuttes. Auch hier gilt. Absperrband wurde gezogen. Wenn die Absperrung durchgeführt wurde, dann ist auch sicherlich die Forderung nach einer wirkungsvollen Absperrung  nachvollziehbar. Sachgerechtes Handeln im Rahmen des zustehenden pflichtgemäßen Ermessens der Bauverwaltung des Kreises wird seitens der Stadt erwartet und nachgefragt."

Ob man vom Eigentümer des Schuttes das Geld erstattet bekommt ist ebenfalls fraglich. Die Stadtverordneten fürchten jedenfalls, dass dieses Beispiel Schule machen könnte. Daher forderte man, die rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen, die die Stadt hat.

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