Historisches Werk: Tagebuch aus dem 17. Jahrhundert wurde restauriert

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(v.li.) : Ludger Arnold (Präses der Kreissynode Eschwege), Dr. Martin Arnold (Dekan des Kirchenkreises Eschwege), Katrin Wienold-Hocke (Pröpstin des Sprengels Kassel), Heidrun Münkel und Bärbel Eisfeld (Stadtstiftung Eschwege), Hans-Dieter Lomp (Restaurator aus Queck bei Schlitz) und Dr. Karl Kollmann (Historische Gesellschaft des Werralandes).

Das restaurierte Tagebuch des Eschweger Superintendanten Johannes Hütterodt aus dem 17. Jahrhundert konnte wieder der Öffentlichkeit vorgeführt werden. Die 1.761 Seiten protokollieren dessen Amtstätigkeit sowie soziale und wirtschaftliche Verhältnisse der Zeit.

Eschwege.  22 Jahre Protokoll der Amtstätigkeit des Eschweger Superintendanten aus dem 17. Jahrhundert auf insgesamt 1.761 Seiten – das Tagebuch von Johannes Hütterodt gewährt einzigartige Einblicke in den Alltag reformierter Kirchenleitung sowie die sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse im Dreißigjährigen Krieg. Um seinen einzigartigen historischen Wert zu erschließen, hat sich in den Jahren 2005 bis 2008 eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Dekan Dr. Martin Arnold und Dr. Karl Kollmann intensiv mit der Überlieferung befasst. Die Ergebnisse wurden in dem Band „Alltag reformierter Kirchenleitung. Das Diensttagebuch des Eschweger Superintendenten Johannes Hütterodt (1599-1672)“ veröffentlicht.

Original war in keinem guten Zustand

Das Original befand sich jedoch in einem äußerlich beklagenswerten Zustand. Der Evangelische Kirchenkreis entschloss sich daher 2013, das Tagebuch restaurieren zu lassen. Letzte Woche konnte nun das vollendete Werk auf der Empore der Marktkirche in Eschwege öffentlich vorgestellt werden. Dekan Dr. Martin Arnold konnte neben zahlreichen historisch interessierten Besuchern auch die Pröpstin des Sprengels Kassel, Katrin Wienold-Hocke, den Vorsitzenden der Kreissynode, Ludger Arnold, Heidrun Münkel und Bärbel Eisfeld von der Eschweger Stadtstiftung, Dr. Karl Kollmann, sowie den Restaurator Hans-Dieter Lomp begrüßen.

Im Verlauf der Vorstellung erläuterte der Historiker Dr. Karl Kollmann die außerordentliche Bedeutung der Handschrift für die Geschichte des 17. Jahrhunderts. Der Restaurator und Konservator Hans-Dieter Lomp berichtete anschließend im Detail über die enormen Anstrengungen, die notwendig waren, um die mehr als 350 Jahre alte Handschrift zu erhalten. Dr. Martin Arnold dankte der Eschweger Stadtstiftung, der Historischen Gesellschaft des Werralandes, der Kluthe-Stiftung, dem Rotary Club Eschwege und der Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck für die finanzielle Unterstützung des Projekts. „Dadurch konnte ein besonderes Kulturgut gerettet werden, dass nun dem Archiv des Kirchenkreises noch viele weitere Jahre erhalten bleiben kann”, so der Dekan.

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