Neuer Tischkicker für die Rhenanusschule Bad Sooden-Allendorf

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(V.re.) Katharina Franke von der Partnerschaft für Demokratie, Schülersprecher Clemens Kampmann, Rhenanus-Direktor Dr. Jörg Möller und viele Schüler freuen sich über den neuen Tischkicker.

Verschönerung der Lernumgebung: demokratisches Experiment führt zu einer Mischfinanzierung

Bad Sooden-Allendorf. Profi-Kicker an der Rhenanus-Schule. In der Schweiz nennt man sie „Töggeli-Kaschte“, in der Pfalz „Hackersche“ und in Hannover „Krökler“. Überregional aber hören sie auf den Namen „Kickertische“. Seit ein paar Tagen erfreut eines dieser Geräte die Schüler an der Rhenanus-Schule. Wie es dazu kam, dass dieser Profi-Kicker seinen Weg an den Huhngraben gefunden hat, schildert Schulsozialarbeiter Daniel Schindewolf. Unter dem Motto „Du bist gefragt“ sammelten Schüler im Rahmen einer Projektwoche Vorschläge zur Verschönerung der Lernumgebung. Ziel war es, ihr Bewusstsein dafür zu schärfen, dass sie sich mit ihren Idee einbringen und spürbar etwas verändern können. Der Vorschlag, einen „Kicker“ anzuschaffen, stieß dabei auf besonders großen Anklang.

Aber woher die 600 Euro für die Anschaffung nehmen? Der Jugendrat der Stadt Bad Sooden-Allendorf machte sich das Projekt zu eigen und erarbeitete gemeinsam mit der Schule und der Initiative „Partnerschaft für Demokratie im Werra-Meißner-Kreis“ eine Mischfinanzierung aus Schule, Stadt und Bund: 200 Euro trägt dabei der Jugendrat der Stadt, 200 Euro kommen von der Initiative, die ihrerseits Mittel aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“ erhält, 100 Euro brachte die Schülervertretung auf und die restlichen 100 Euro wurden aus dem Ganztagesangebot der Schule finanziert. Für Katharina Franke von der „Partnerschaft für Demokratie“ war es dabei wichtig, dass der Kicker ein Gerät ist, das für alle Altersklassen geeignet ist, für Jungen ebenso wie für Mädchen.

Um die Nachhaltigkeit des Projekts kümmert sich der Wahlpflicht-Kurs „Repair Cafe“: Schrauben müssen immer mal wieder nachgezogen werden, Puffer verschleißen. Clemens Kampmann, Lukas Lewetz und Luisa Fricke von der Schüler-Vertretung sehen den Kickertisch auch als Teil eines sozialen beziehungsweise demokratischen Experiments. Wie fair gehen die Schüler miteinander um? Stehen da immer dieselben Schüler an den Griffstangen? Lassen die Größeren auch die Kleineren mal ran? Clemens ergänzt: „Im Moment sind wir ja noch in einer Testphase. Sollte der Kicker aber nach dem Anfangs-Hype immer noch gut angenommen werden, besorgen wir auch noch einen zweiten.“

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