A44 Tunnel sind technisch einwandfrei

Die Abwasserrinne fängt Regen- und Löschwasser sowie Gefahrenstoffe auf. Nach einem Einsatz wird der Inhalt fachgerecht entsorgt.
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Die Abwasserrinne fängt Regen- und Löschwasser sowie Gefahrenstoffe auf. Nach einem Einsatz wird der Inhalt fachgerecht entsorgt.
Günther Schmidt von Hessenmobil (re.) erklärt unter anderem Vizeregierungspräsident Hermann-Josef Klüber die Sicherheitseinrichtung des Tunnels, der vollständig videoüberwacht wird.
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Günther Schmidt von Hessenmobil (re.) erklärt unter anderem Vizeregierungspräsident Hermann-Josef Klüber die Sicherheitseinrichtung des Tunnels, der vollständig videoüberwacht wird.
Mit den Schranken wird die Zufahrt für den Verkehr in die Tunnel im Ernstfall gesperrt, damit die Menschen ohne Gefahr aus der Unglücksröhre flüchten können.
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Mit den Schranken wird die Zufahrt für den Verkehr in die Tunnel im Ernstfall gesperrt, damit die Menschen ohne Gefahr aus der Unglücksröhre flüchten können.
Die Wände der Tunnel müssen regelmäßig gereinigt werden.
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Die Wände der Tunnel müssen regelmäßig gereinigt werden.
Die Beflüftung in den Tunnel ist ein wichtiger Bestandteil, nicht nur im Brandfall, sondern generell, damit sich keine giftigen Gase im Tunnel ansammeln.
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Die Beflüftung in den Tunnel ist ein wichtiger Bestandteil, nicht nur im Brandfall, sondern generell, damit sich keine giftigen Gase im Tunnel ansammeln.
Die Rücksichtmessanlage stellt fest, ob es bereits zu einer Rauchentwicklung gekommen ist.
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Die Rücksichtmessanlage stellt fest, ob es bereits zu einer Rauchentwicklung gekommen ist.
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Die A44 Tunnel sind technisch auf höchstem Niveau - derzeit wird die Kommunikation der Feuerwehren im Fokus

Werra-Meißner. Über 17 Kilometer der A44 sind von Hessisch Lichtenau bis Bischhausen bereits für den Verkehr freigegeben. Dabei führt die Strecke durch vier Tunnel. Zweimal im Jahr müssen die Tunnelröhren gewartet werden, wie am vergangenen Montag bei Küchen. Dabei werden auch einige Reparaturen durchgeführt und die Wände müssen gründlich gereinigt werden.

Das Regierungspräsidium Kassel nutzte diese Gelegenheit aber auch, um mit einigen Vertretern der Feuerwehren die Röhren zu begehen, aber auch um zu einem Pressegespräch zu laden. Man betonte explizit, dass dies nichts mit der Berichterstattung des EXTRA TIP vom 23. Februar zu tun habe. Man habe den Bericht laut Vizeregierungspräsident Herman-Josef Klüber zur Kenntnis genommen und sich gewundert, warum die genannten Wehren entsprechende Kritik geübt haben.

In dem Artikel ging es darum, dass unter anderem die Freiwillige Feuerwehr von Hessisch Lichtenau mehr Hilfe vom Land Hessen zur Bewältigung der bestehenden und anstehenden Aufgaben benötige. Klaus Hahn, stellvertretender Referatsleiter Brandschutz des Landes Hessen, betonte: „Es werden Feuerwehren für die Abschnitte genommen, die bereits ausreichend ausgestattet sind. Hessisch Lichtenau erfüllt diese Voraussetzungen.“

Technisch auf dem neuesten Stand

„Technisch sind die Tunnel auf dem modernsten Stand in Europa und sie zählen zu den Sichersten“, erklärt Peter Wöbbeking, Regionaler Bevollmächtigter Osthessen von Hessenmobil, dass für die Tunnel zuständig ist. Großübungen in den Tunnel seien alle vier Jahre vorgesehen, laut Wöbbeking. Thomas Finis, Brandschutzdezernent des Regierungsbezirkes Kassel erklärte, dass vor allem die Wehren selbst dazu angehalten sind zu üben, besonders mit den Gerätschaften und der für den Einsatz notwendigen Technik.

Die Kommunikation muss geübt werden

„Es gibt inzwischen auch einen Runden Tisch mit den zuständigen Stadtbrandinspektoren, wo alle Sorgen und Probleme angesprochen und auch gelöst werden sollen“, so Finis. „Insbesondere die Kommunikation beim Einsatz werden wir demnächst intensiver üben. Das schließt auch den Umgang mit der Technik ein. Bei einem Katastrophenfall ist die Kommunikation immer eine große Herausforderung. Dies werden wir intensiver angehen“, erklärt Brandschutzdezernent Finis.

Die Tunnel selbst seien auf „Selbstrettung“ ausgelegt. Die Tunnel werden abgesperrt, so dass die Nachbarröhre bei einem Brand als Zugang für die Feuerwehr und als Fluchtweg für Personen aus der Unfallröhre dient. Bei einem Tunnelbrand sei die erste Aufgabe der Wehren zudem das Löschen des Brandes, erst dann schreite man zur Rettung. Diese Methode habe sich nach den schlimmen Brandkatastrophen in den Alpentunneln bewährt, wie 1999 im Montblanc-Tunnel. „Wir möchten, dass die Menschen wissen, dass die Tunnel sicher sind.

Die Sicherheitskonzepte werden auch weiterhin überarbeitet und erneuert“, so Klüber. Seitens der Polizei sehe man bisher noch keine Probleme. Auf dem neuen Abschnitt, der seit 2018 zwischen Hessisch Lichtenau und Bischhausen freigegeben ist kam es bisher zu 19 Unfällen, alle außerhalb des Tunnels. Im Tunnel selbst kam es schon zu gefährlichen Situationen, etwa als eine Person mitten in der Röhre anhielt und Fotos machte. Der Fahrer wurde entsprechend zur Rechenschaft gezogen.

Autofahrer müssen ebenfalls für Sicherheit sorgen

Somit seien nicht nur die Technik und die Feuerwehren sondern auch das Verhalten der Autofahrer entscheidend für die Sicherheit. Neben dem Einhalten der Geschwindigkeitsbegrenzungen zähle dazu auch das Einschalten des Radios im Tunnel, da auf den Radiofrequenzen von HR3 und FFH im Ernstfall die Notfallmeldungen der Tunnelüberwachung mitgeteilt werden.

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