Unternehmerpaar aus Eschwege plant neues Hotel an der Werra

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An der Spitze von Müllers Weiden soll das eingeschossige Hotel mit 40 Betten entstehen.

Auf „Müllers Weiden" an der Werra in Eschwege soll ein neues Hotel entstehen. Bis Ende 2020 wollen die Unternehmer Sabine und Dieter Kühnemund das Projekt verwirklichen.

Eschwege. Ein Hotel mit 40 Betten wird auf Müllers Weiden entstehen. Das Unternehmer Ehepaar Sabine und Dieter Kühnemund, die Inhaber von Beck-Bau, werden das Projekt auf der Insel zwischen der Werra und Haarlache verwirklichen. Die dort noch stehenden Gebäude werden im Herbst abgerissen und im Frühjahr 2020 soll mit dem Neubau begonnen werden. Ende 2020 wollen die Unternehmer, die schon das Hotel Ponte Wisera in der Brückenstraße betreiben, die ersten Gäste empfangen können.

Eingeschossiges Gebäude

„Der Vorentwurf sieht ein ein-geschossiges Gebäude vor, dass sich unauffällig in die naturnahe Umfeld einfügt. Es sind circa 40 Betten vorgesehen. Das Problem besteht heute darin, dass nicht genug geeignetes und engagiertes Personal für größere Einheiten gefunden werden kann”, erläutert Dieter Kühnemund die Pläne. Derzeit sieht das Konzept nur eine Frühstücksmöglichkeit in dem Hotel vor. „Zur Zeit ist ein Hotel ohne Restaurant als Hotel garni geplant, sollten sich aber Interessenten für den Betrieb eines Restaurants finden, kann auch dies verwirklicht werden“, informiert Kühnemund.

So sehen die ersten Pläne für den Neubau des Hotels auf Müllers Weiden aus.

Das Unternehmerpaar sieht viel Potential für das neue Hotel. „Es besteht ein steigender Bedarf an guten Unterkünften. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass viele Eschweger Unternehmen Geschäftspartner, zum Teil weltweit, haben. Diese Partner benötigen ständig adäquate Unterkunft“, so Kühnemund. Außerdem sieht er die Entwicklung des Tourismus in Eschwege sehr positiv. „Organisierte Radwanderungen, Kanutouren, Wanderungen auf dem ehemaligen Grenzweg sind angesagt. Gerade die Altersgruppe 50+ ist hier sehr aktiv. Der Trend geht, bei entsprechenden Angeboten, zum Urlaub in Deutschland. Genau so wichtig ist es, im Heimatort etwas gegen Leerstand und Verfall zu unternehmen. Kommen mehr Menschen nach Eschwege, ist das für viele Bereiche positiv“, erklärt Dieter Kühnemund die Gründe für diese Investition.

„Wichtiges Projekt“

„Das ist ein sehr wichtiges Projekt für die Kreisstadt Eschwege, das wir mit allen Kräften unterstützen. Die Familie Kühnemund ist ein gutes Beispiel, wie man Unternehmertum und Heimatliebe vereint“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe zu dem Hotelneubau. Schon 2017 hat das Paar das Grundstück gekauft und hofft, dass durch den Hotelneubau auch andere Mitbürger zu Investitionen motiviert werden. Nach ihrer Ansicht kann der ganze Stadtteil zu Wohnzwecken aufgewertet werden.

„Ein Gewinn für Eschwege“

„Das geplante Hotel an dieser exponierten Stelle ist für Eschwege ein besonderer Gewinn. Ich freue mich sehr, dass es eine weitere Investition der Familie Kühnemund geben wird, es sind ja „Fachleute“ mit Hotelerfahrung. Das ist sehr vielversprechend auch im Hinblick auf die Qualität des Angebotes. Eschwege kann sehr gut weitere Hotelbetten vertragen. Wenn dort sich tatsächlich noch ein Gastronomiebetrieb anschließen würde, wäre das genial für diesen Standort, der ein wahres Kleinod ist“, sagt Jutta Riedl von der Eschwege.

Auf die Frage, warum sie neu bauen und nicht in das leerstehende Hotel am Bahnhofskreises investieren, sagt Kühnemund: „Dölles Nr. 1 (ehemaliger Name des Hotels, Anm. der Redaktion) ist aus einer anderen Zeit. Dieses Haus spricht uns überhaupt nicht an. Der Sanierungsaufwand steht in keinem Verhältnis zu dem voraussichtlichen Ergebnis. Welche Zielgruppe soll hier wohnen?“

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