345 Unterschriften: Radfahrer fordern Änderungen am R5 in Frieda

Bernd Appel von der Bürgerinitiative ProSüdumgehung Frieda überreicht Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill eine Liste mit 345 Unterschriften von Radfahrern, die sich einen kreuzungsfreien Radweg wünschen. Foto: Bennighof
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Bernd Appel von der Bürgerinitiative ProSüdumgehung Frieda überreicht Meinhards Bürgermeister Gerhold Brill eine Liste mit 345 Unterschriften von Radfahrern, die sich einen kreuzungsfreien Radweg wünschen. Foto: Bennighof

Die Bürgerinitiative ProSüdumgehung übergab Bürgermeister Gerhold Brill 345 Unterschriften für eine geänderte Verkehrsführung des Radwegs 5 in Frieda.

Von ELISABETH BENNIGHOF

Meinhard. Während "Rad+Fun" hatten sich Mitglieder der Bürgerinitiative ProSüdumgehung Frieda (BI) am Radweg 5 aufgestellt und auf die Situation dort aufmerksam gemacht. 345 Radfahrer unterschrieben auf ihrer Liste und brachten damit zum Ausdruck, dass sie die derzeitige Situation für untragbar halten. In den letzten Tagen überreichte der Vorsitzende der BI, Bernd Appel, diese Liste Bürgermeister Gerhold Brill. "Wir mussten die Leute nicht vom Rad ziehen, die meisten waren sofort bereit zu unterschreiben," berichtet er von der Aktion.

Bürgermeister Brill nahm die Unterschriften an und formulierte sein Verständnis für die Anliegen der Bürgerinitiative sinngemäß wie folgt: Kein Radfahrer möchte auf einer Tour eine Bundesstraße kreuzen. Für Kinder sei die Verkehrsführung besonders gefährlich und die vorliegende Lösung sei unbefriedigend. Schon bei der Planungen der Umgehungsstraße sei das auch den Vertretern der Gemeinde klar gewesen, aber, um die für Frieda so wichtige Umgehungsstraße nicht zu gefährden, hätte man keinen Widerspruch eingelegt.

Gemeindevorstand wird Möglichkeiten prüfen

"Die FDP-Fraktion hat dem Gemeindevorstand den Auftrag erteilt, sich um den Radweg R5 zu kümmern. Wir werden die Möglichkeiten abklopfen und uns ansehen, wie Hessen Mobil entschieden hat. Wir werden ein Planungsbüro hinzuziehen und auch die untere und oberere Naturschutzbehörde einbeziehen", berichtet er vom geplanten Vorgehen.

Bei der Verlegung des Radweges, so wie es die BI vorschlägt, soll die alte Bahntrasse genutzt werden, in diesem Fall sind die Naturschutzbehörden zuständig. Ein Teil des Radweges soll unter der Brücke der Bundesstraße am Ufer des Baches Frieda entlang verlaufen, hier ist der Hochwasserschutz zu berücksichtigen. Am Ende muss dann noch ermittelt werden, welche Kosten entstehen und wie die Maßnahmen finanziert werden können. "Wir brauchen für die Finanzierung mit Sicherheit die Unterstützung des Kreises und vom Land Hessen", sagt Brill.

Er warnt, bei aller Kritik an der derzeitigen Situation, "es besteht die Gefahr, dass der R 5 auf die andere Seite der Werra verlegt wird, dann haben wir hier keine Kreuzung mehr von R 3 und R 5."Diese Konsequenz wollen Bürgerinitiative und Verwaltung unbedingt vermeiden, denn Frieda profitiert von den Radwanderern.

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