Unterstützung vom Land: Schafe sind Taxis der Artenvielfalt

Schafe die umherziehen sind wichtig für die biologische Vielfalt.
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Schafe die umherziehen sind wichtig für die biologische Vielfalt.

Für Schafe die umherziehen stellen der Bund und das Land Mittel bereit, da sie der Artenvielfalt dienen

Werra-Meißner. „Bunte Wiesen, Weiden, Wacholderheiden und alte Streuobstbestände mit einer besonders hohen Vielfalt an Arten und Lebensräumen sind ein besonderes Kennzeichen der Region Werra-Meißner.

Jetzt startete mit „Schaf schafft Landschaft“ ein Projekt im Werra-Meißner-Kreis, das diese biologische Vielfalt durch Hüteschafhaltung langfristig in Hessen schützen und sichern soll“, sagte Umweltministerin Priska Hinz.

 „Jahrhundertelange traditionelle Bewirtschaftung mit Schafbeweidung hat besonders hochwertige Borstgrasrasen, Kalkmagerrasen und Mähwiesen entstehen lassen. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft und durch Verbuschung sind diese Hotspots der biologischen Vielfalt bedroht“, erklärte die Umweltministerin.

 Nun möchte man langfristig seitens des Landes solche Weideflächen schützen. Aus diesem Grund wurde das Projekt „Schaf schafft Landschaft“ geschaffen.

Laut Hinz haben wissenschaftliche Untersuchungen gezeigt, dass Schafe auf Wanderschaft in ihren Klauen und besonders im Fell Samen, Sporen, ganze Pflanzenteile und sogar kleinere Tiere transportieren. Sie dienen daher als Taxis der Artenvielfalt. Im Rahmen von Schaf schafft Landschaft sollen Schäfereien mit ihren Weidetieren wertvolle Standorte in der Region miteinander vernetzen und einen Biotopverbund schaffen. Bedingt durch den Klimawandel müssen Arten in geeignete klimatische Regionen wandern können.

Das Projekt wird mit rund 5 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt und mit 400.000 Euro Landesmitteln aus Hessen gefördert. In der sechsjährigen Laufzeit bis 2025 wird das Projekt unter der Leitung und wissenschaftlicher Begleitung der Fachgebiete Landschafts- und Vegetationsökologie und Betriebswirtschaft der Universität Kassel, dem Werra-Meißner-Kreis und dem Geo-Naturpark Frau Holle Land durchgeführt.

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