Veranstaltungen im Werra-Meißner-Kreis zum Frauentag

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(V.li.) Thekla Rotermund-Capar vom Gleichstellungsbüro Werra-Meißner, Katja Eggert als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Witzenhausen, Traute Schmidt vom Kulturforum Bad Sooden-Allendorf und Gandalf Lipinski aus der freien Erwachsenen-Bildung organisieren verschiedene Veranstaltungen in diesem Jahr rund um das Thema ‘Patriachart’.

Auftakt der Veranstaltungen am Frauentag im Werra-Meißner-Kreis ist am Freitag, 8. März, in Witzenhausen.

Werra-Meißner -  Im Vergangenen Jahr war das „Matriachart" Thema des Weltfrauentages am 8. März und seiner Folgetermine über das Jahr hinweg. Matriachart beschreibt die Sicht auf die Welt ausgehend von der Mutter, wohingegen das Patriachart die Weltanschauung aus Seiten des Vaters meint. Diese Weltanschauung beinhaltet den über Jahrhunderte hinweg geprägten Gesellschaftstypen, mit dem wir hierzulande groß geworden sind. Der Vater geht arbeiten, die Mutter kümmert sich um den Haushalt.

Doch diesen bröckelnden Hierarchien würden Thekla Rotermund-Capar und Katja Eggert aus den Gleichstellungsbüros des Werra-Meißner-Kreises und der Stadt Witzenhausen in ihrer täglichen Arbeit immer wieder begegnen. Die Gleichstellung der Frau wird mit Quoten in Unternehmen geregelt, das sei es nicht, um was es gehe, sondern um die kleinsten Systemfehler, die die Gleichstellungsbeauftragten jeden Tag zusammenflicken würden. „Das beginnt beim Zurückfinden in den Job nach der Geburt und endet bei der Altersarmut von Frauen. Das sind alles Systemfehler und Probleme von Herrschaft“, erklärt Rotermund-Capar. Ziel der Vortragsreihe ‘Patriachart’ ist es, dieses System in die Mitte zu stellen und von allen Blickwinkeln zu durchleuchten, um die Systemfehler zu verstehen und zugleich Bewusstseinsarbeit zu leisten.

Auftakt am Donnerstag

Auftakt der Veranstaltungen zu diesem Thema ist am Internationalen Frauentag, 8. März, 18 Uhr, im Rathaussaal in Witzenhausen. Zuerst wird ein Dokumentarfilm über die Frauen von Rojava gezeigt und folgt mit einem Vortrag über „Herrschaft und Krieg“ von Galdalf Lipinski. Um Anmeldung wird bis zum 6. März gebeten.

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