Veranstaltungsreihe zum jüdischen Leben hat begonnen

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In der vollbesetzen Neuapostolischen Kirche eröffnete Landrat Stefan Reuß die Vortragsreihe zum Jüdischen Leben im Werra-Meißner-Kreis.

In der Neuapostolischen Kirche wurde die Vortragsreihe zum Jüdischen Leben im Werra-Meißner-Kreis eröffnet. Weitere Termine folgen.

Eschwege. In der voll besetzten ehemaligen Synagoge (heute Neuapostolischen Kirche) in Eschwege eröffneten Landrat Stefan Reuß und Bürgermeister Alexander Heppe die Veranstaltungsreihe zum jüdischen Leben im Werra-Meißner-Kreis. „Ich habe gerne die Schirmherrschaft über diese Veranstaltungsreihe übernommen, um die Geschichte wach zu rufen“, sagte Landrat Reuß. Er berichtet, dass er in seiner Funktion als Präsident des hessischen Fußballverbandes in den letzten zwei Jahren immer wieder mit Fällen von antisemitischen Angriffen gegen Fußballer jüdischen Glaubens zu tun bekommen habe. Die Frage, was man dagegen tun könne, beschäftigt den Fußballverband derzeit.

Bürgermeister Heppe überbrachte die Grüße der Kreisstadt und warnte vor einem „Verkommen der Erinnerungskultur”. Er sprach den Machern der Veranstaltungsreihe seinen Respekt aus, gerade weil in diesem Fall nicht der Focus auf die zwölf schlimmen Jahre der Verfolgung gelegt würde, sondern auf die 5000 Jahre gemeinsamer Geschichte. „Wir sollten Mut schöpfen und das Judentum als Teil unserer eigenen Kultur verstehen“, sagte er. Annemarie Zimmer führte in ihrem Vortrag durch die Geschichte des Judentums und berichtete insbesondere über die Herkunft, das Leben und die Diskriminierung und Verfolgung der jüdischen Mitbürger im Werra-Meißner-Kreis in den letzten 800 Jahren.

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch jüdische Lieder, vorgetragen von Dany Bober und als Abschluss gab es nicht nur die Möglichkeit zu Gesprächen, sondern auch einen Imbiss mit Speisen nach jüdischen Rezepten, die in Kooperation mit „Aufwind- Verein für seelische Gesundheit“ angeboten wurden.

Nächste Termine

Samstag, 1. Februar 2020, im „Blickpunkt” in Sontra Samstag,

25. Mai 2019, an der ehemaligen Synagoge Witzenhausen Samstag,

31. August 2019, in Harmuthsachsen (Beginn vor der ehemaligen Synagoge)

Samstag, 2. November 2019, in der Synagoge Abterode Eröffnung des Lern- und Gedenkortes

Die Veranstaltungen finden jeweils von 16.30 bis 18.30 Uhr statt (Ausnahme Abterode: 17 bis 21 Uhr). Imbiss jeweils durch Sabine Knappe in Kooperation mit „Aufwind”.

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