Der Werra-Meißner-Kreis zahlt die Verhütung für Bedürftige

Pille
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Pille, Pessar, Pflaster, Spirale, Sterilisation und alle anderen von ärztlicher Seite verordneten Verhütungsmittel können Bedürftige ab sofort aus dem Empfängnisverhütungsmittelfonds bezahlt bekommen.

Ab sofort können Bedürftige ihre Verhütungsmittel aus dem Verhütungsmittelfonds bezahlen lassen

Eschwege. Pille, Pessar, Pflaster, Spirale, Sterilisation und alle anderen von ärztlicher Seite verordneten Verhütungsmittel können Bedürftige ab sofort aus dem Empfängnisverhütungsmittelfonds bezahlt bekommen. Der Kreis stellt für das Projekt pro Jahr 5.000 Euro zur Verfügung. In einer Pilotphase von drei Jahren soll geprüft werden, ob die Mittel ausreichen und ob das Angebot angenommen wird.

Der Impuls zu diesem Projekt kam aus den Beratungsgesprächen der AWO (Arbeiterwohlfahrt). In der Beratungsstelle wurde ermittelt, dass 15 Prozent der Schwangeren angaben, auf Verhütungsmittel aus finanziellen Gründen zu verzichten. Von Seiten der Verwaltung wurde daraufhin geprüft, ob es Möglichkeiten gibt im Rahmen des Sozialgesetzbuches oder des Asylbewerberleistungsgesetzes Verhütungskosten zu übernehmen, das ist jedoch nicht möglich. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für Verhütungsmittel ebenfalls nicht, wenn kein medizinischer Grund vorliegt. „Ärzte sagen, dass der Fonds eine sehr gute Lösung ist, weil sie dann auch im Patientengespräch darauf verweisen können“, erläuterte Landrat Stefan Reuß. Den Förderbetrag habe man aufgrund von Hochrechnungen so gewählt, man werde sehen, ob er ausreicht oder nicht. In einem Vertrag übertrug der Werra-Meißner-Kreis der AWO die Durchführung des Pilotprojektes, um keine Schwellenängste aufzubauen.

Interessierte können sich an die Beratungsstelle der AWO wenden, sie ist erreichbar unter Tel. 05651–307620 oder Mail unter beratungsstelle@awo-werra-meissner.de per Mail. Nach einer Beratung prüft die AWO das Vorliegen der edürftigkeit und stellt dann eine Bescheinigung für die Kostenübernahme aus. Danach wird dann mit dem behandelnden Arzt das weitere Vorgehen besprochen. Es fallen zu keinem Zeitpunkt Kosten für die beratenen Personen an.

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