Verkehrsdienst der Polizei kontrollierte Linienbusse an Schulen im Werra-Meißner-Kreis

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Eine Sichtprüfung von Reifen, Bremsen und Stoßdämpfern gehörte zu der Kontrolle dazu.

Gravierende Mängel seien nicht dabei gewesen, doch das eine oder andere müssten die Busbetreiber nachbessern, berichtet Jörg Künstler, Pressesprecher der Polizeidirektion Werra-Meißner. Vier seiner Kollegen hatten vor den Weihnachtsferien in Hessisch Lichtenau und Witzenhausen Busse kontrolliert.

Werra-Meißner. Überprüft wurden dabei schwerpunktmäßig das Vorhandensein und die Funktion von Feuerlöschern, Erste-Hilfe-Material, Warndreieck und Nothämmern, ebenso wie die Funktion der Notausstiege, des Einklemmschutzes an den Türen und der Beleuchtung. Darüber hinaus schauten sich Ulrich Brill, und seine Kollegen Guido Schillig, Rüdiger Kunz und Holger Buchenau auch die Reifen und Bremsen der Busse genauer an.

„Wir führen regelmäßig Buskontrollen durch”, berichtet Brill und schaut nochmal auf die Stoßdämpfer des Busses, während die Schüler zum Unterrichtsende am Schulzentrum in Witzenhausen ungeduldig darauf warten, endlich in den Bus steigen zu können. Die Überprüfung, die die Polizisten jeweils zu zweit durchführen, nimmt einige Minuten in Anspruch. Neben der Untersuchung des Fahrzeugs werfen die Beamten auch einen Blick in die Papiere und schauen sich die Fahrtüchtigkeit des Busfahrers an. Erst Anfang November sei nach einem anonymen Hinweis ein Schulbusfahrer mit einem Wert von 0,7 Promille aus dem Verkehr gezogen worden, erinnert sich Brill.

Ulrich Brill und seine Kollegen nahmen insgesamt elf Busse in Hessisch Lichtenau und Witzenhausen unter die Lupe.

Ende der Fahrt heißt es auch für alle Busse, die erhebliche Mängel aufweisen, so der Polizeibeamte vom Verkehrsdienst der Polizeidirektion in Eschwege. Doch am heutigen Tag haben die Beamten keine Mängel zu beanstanden, die sie zu solch einer drastischen Maßnahme veranlassen müssten. Von den sechs am Morgen in Hessisch Lichtenau kontrollierten Bussen seien an zwei Mängel festgestellt worden: abgelaufene Feuerlöscherprüfsiegel und defekter Einklemmschutzmechanismus an der Tür. „Der Fahrer bekommt von uns eine Mängelkarte, in der eine Frist zu Behebung des Mangels notiert wird”, so Brill. „Bei sicherheitsrelevanten Mängeln – wie zum Beispiel dem Einklemmschutzmechanismus – hat das Busunternehmen zwei Tage Zeit für die Reparatur”, ergänzt sein Kollege Schilling. Ist der Mangel behoben, muss die Reparatur vom TÜV, einer Werkstatt oder der Polizei bestätigt werden und die Karte an die Polizei zurückgeschickt werden, beschreibt Brill die Kontrolle der Instandsetzung des beanstandeten Fahrzeugs.

Und auch die Busse, die die vier Polizisten an der Bushaltestelle hinter dem Schulzentrum Witzenhausen unter die Lupe nehmen, kommen nicht alle an einem Besuch in der Werkstatt vorbei. Neben einem defekten Nebelscheinwerfer notieren Brill und seien Kollegen unter anderem Mängel an der Warnblinkanlage. Nichts großes, doch auch diese Mängel wären zu vermeiden gewesen, sagt Brill. „Jeder Fahrer muss morgens eine Abfahrkontrolle durchführen, da sollten ihm die Mängel auffallen.“

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