Verkehrsführung in Witzenhausen verändert: Radfahrer müssen nicht mehr absteigen

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Bunte Fahrräder mahnen gegenseitige Rücksichtnahme an.

Projekt Klimafreundlicher Verkehr: In der Kirschenstadt wurde der erste Schritt zu Gunsten der Radfahrer umgesetzt

Witzenhausen. Mit dem Ziel, das Verkehrsgeschehen in der Stadt klima- und zugleich bürgerfreundlicher zu gestalten, hat Witzenhausen im Rahmen des Klimaschutz-Teilkonzeptes „Klimafreundlicher Verkehr“ die Verkehrsführung angepasst. Seit Samstag sind verschiedene Einbahnstraßen, unter anderem die Steinstraße und die Carl-Ludwig-Straße, für den Radverkehr in die Gegenrichtung freigegeben.

Auch die Fußgängerzone und der Marktplatz dürfen in Zukunft von Radfahrern genutzt werden. Zur feierlichen Eröffnung am vergangenen Wochenende enthüllte Bürgermeisterin Angela die neuen „Radfahrer-Frei“ Schilder.

Rund zwei Dutzend Radbegeisterte, Mitarbeiter der Verwaltung und Kommunalpolitiker erkundeten direkt im Anschluss die neuen Wegemöglichkeiten durch die Innenstadt.

Viele Kontroversen ausgelöst

Die Maßnahmen sind in Zusammenarbeit der Stadt, dem Stadt- und Verkehrsplanungsbüro LK Argus GmbH und Vertretern verschiedener Bürgerprojekte entwickelt worden. Im November 2016 hat die erste Bürgerdialog-Veranstaltung stattgefunden, bei der die Witzenhäuser die Gelegenheit nutzten, sich über die geplanten Maßnahmen zu informieren sowie ihre Anliegen einzubringen.

Das Thema „Fahrradfahren in der Fußgängerzone“ , sorgte in den letzten Monaten für viele Kontroversen, quer durch die Bevölkerung und Parteienlandschaft. Insbesondere Teile des Seniorenrats stellten sich aus Sorge um hochbetagte Mitbürger vehement gegen die Pläne. Zuletzt sorgte auch die nicht angekündigte Verkehrsdatenerhebung vor zwei Wochen in der Fußgängerzone für Aufregung.

Gegenseitige Rücksichtnahme oberstes Gebot

Um die gegenseitige Rücksichtnahme unter den verschiedenen Verkehrsteilnehmern zu erhöhen, läuft seit Mitte April eine begleitende Kommunikationskampagne, um alle Verkehrsteilnehmer über die neue Radverkehrsführung zu informieren.

Vier Witzenhäuser Bürgerinnen und Bürger waren bereit, sich aktiv für mehr Achtsamkeit im Straßenverkehr einzusetzen. Unter den Mottos „Höre auf den Fußgänger in dir“ / „Höre auf den Radfahrer in dir“ ließen sie sich für ein Plakatmotiv ablichten. Bürgermeisterin Angela Fischer schließt sich diesem Aufruf an und wirbt ausdrücklich für gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis im Verkehrsalltag.

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