Vernetzungstreffen der Kultur-Vereine in Meinhard-Grebendorf

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Beim Verentzungstreffen der Kuturinitiativen des Kreises ging es um die GEMA, Gastgeber Stefan Reuß und Silvia Weinert (v.li.) begrüßten den Referenten Stephan Bock.

Beim Vernetzungstreffen der Kulturvereine in Grebendorf ging es auch um die ungeliebte GEMA.

Grebendorf. Referent Stephan Bock machte eines sehr deutlich: Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen. Gemeint ist die Zahlung der GEMA-Abgabe bei Musikveranstaltungen. Zum diesjährigen Vernetzungstreffen aller Kultur-Vereine im Werra-Meißner-Kreis lud der Kreisausschuss auf den Kochsberg in Grebendorf zum Infoabend.

Dort gab der Kulturmanager Stephan Bock Überblick über die Tarife bei der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA). Bei allen öffentlichen Veranstaltungen erhebt die GEMA nämlich Gebühren, sobald urheberrechtlich geschützte Musik gespielt wird, entweder live, vom Tonträger oder per Video. Auch regionale Kulturveranstalter egal wie klein oder groß müssen diese Gebühr zahlen, doch sie bemisst sich nach der Größe des Veranstaltungsraumes oder der Besucherzahl.

Die GEMA- ungeliebt und trotzdem sinnvoll

Viele Vereine empfinden diese Abgabe als mühsam und die Tarife als unübersichtlich, allerdings ist der Hintergrund der Erhebung ernstzunehmend. Denn jedes geistige Werk wie Musik, Text oder Film hat einen Urheber, meistens einen Künstler, der von seiner Kunst lebt. Dies kann er nur, wenn er mit seinen Werken auch etwas verdient, sobald diese aufgeführt werden. Aber natürlich kann ein einzelner Künstler die Nutzung seiner Werke nicht weltweit überwachen. Das tut für ihn in Deutschland die GEMA, die die Gebühren für die Nutzung einzieht und anteilig an die Künstler ausbezahlt.

Ermäßigungen für Veranstalter

Aber es gibt auch Ermäßigungen für Veranstalter, etwa, wenn ein gemeinnütziger Verein keine Eintrittsgelder erhebt oder ein Verein die GEMA-Gebühren über seinen Dachverband abrechnen kann, der einen Rahmenvertrag geschlossen hat. Hier empfahl Stephan Bock den Vereinen, genau zu prüfen, ob der Dachverband solche Ermäßigungen erhalten kann. Erst 70 Jahre nach dem Tod des Künstlers entfällt die Pflicht, für die Nutzung der geistigen Werke eine Abgabe zu entrichten. Doch nur für Originalwerke. Jede Bearbeitung des Stoffes hat wieder einen eigenen geistigen Urheber.

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