Versuchter Überweisungsbetrug und Urkundenfälschung in Eschwege

Ein bisher Unbekannter „fischte" einen Überweisungsschein aus dem Briefkasten einer Bankfiliale in Eschwege, fälschte diesen anschließend und füllte ihn neu aus.  

Eschwege - Der Geschädigte warf am Samstag, 13. April, zwischen 8 Uhr und 9 Uhr einen Überweisungsträger über 3.000 Euro in den Briefkasten im Innenraum der VR Bank in der Reichensächser Straße in Eschwege . Am 17. April 2019 stellte der Geschädigte bei Durchsicht der Auszüge fest, dass vom Konto eine Lastschrift abging an einen ihm unbekannten Begünstigten, ausgestellt über 9.730 Euro, die er nicht veranlasste.

Die Ermittlungen der Kripo ergaben, dass eine unbekannte Person am Sonntag, 14. April, kurz nach Mitternacht die VR Bank Werra-Meißner betrat und mit einem verlängerten unbekannten Gegenstand den Überweisungsträger des Geschädigten aus dem dafür vorgesehenen Briefkasten hervorholte. Mit den dort aufgeführten Daten füllte er einen neuen Überweisungsträger an den unbekannten Begünstigten aus und fälschte die Unterschrift des Geschädigten.

Der Tatverdächtige kann wie folgt beschrieben werden: männlich, ca. 30 Jahre alt, dunkelhäutig, Vollbart, bekleidet mit einer schwarzen Basecap, blau-weißen Shirt, grünen Jacke (Army-Style), Herren-Lang-Parka (Army camouflage), blauen Jeans mit aufgenähten Rechteck-Applikationen auf beiden Oberschenkeln und dunklen Schuhen mit weißer Schnürung.

Die Kripo kann nicht ausschließen, dass weitere Überweisungsträger auf diese Art aus dem Briefkasten "gefischt" wurden und bittet etwaige Geschädigte sich bei der Polizei unter Tel.: 05651/9250 zu melden.

Wer hat an dem Wochenende 13./14.04.2019 oder die Tage davor Post in besagten Briefkasten eingeworfen? Hat jemand inzwischen festgestellt, dass Post bzw. Aufträge nicht erledigt wurden? Hat jemand verdächtige Beobachtungen um Mitternacht wahrgenommen? Betroffene, die im Nachgang nicht erledigte Aufträge oder postalische Anliegen festgestellt haben, mögen sich zunächst mit ihrer Bank in Verbindung setzen. „Sofern ein Zusammenhang mit der Tat bestehen sollte, wenden sie sich bitte an die örtliche Kriminalpolizei", so Kriminalhauptkommissar Jörg Künstler.

Rubriklistenbild: © Reichl

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