"Verzahnung Werra und Stadt": Brückenvorplatz ist nur der Auftakt

(V.li.) Stadtverordnetenvorsteher Claus Hamp, Bürgermeister Alexander Heppe, Erster Stadtrat Reiner Brill, Fachbereichsleiter Bauen und Planen, Klaus Kurz, und Michael Herz vom Planungsbüro Foundation 5+. Foto: Renneberg
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(V.li.) Stadtverordnetenvorsteher Claus Hamp, Bürgermeister Alexander Heppe, Erster Stadtrat Reiner Brill, Fachbereichsleiter Bauen und Planen, Klaus Kurz, und Michael Herz vom Planungsbüro Foundation 5+. Foto: Renneberg

In einer Bürgerversammlung informierten sich mehr als 100 Zuhörer über die Pläne der Stadt Eschwege zur Verzahnung von Werra und Stadt.

Eschwege. Die Verzahnung von Werra und Stadt steht unmittelbar bevor: Am 22. August sollen die Bauarbeiten an der Kreuzung Mühlgraben/Unterer Stad/Unter dem Berge beginnen. Am Mittwochabend erläuterten Gudrun Wolff, Leiterin des Fachdienstes Stadtplanung, und Michael Herz vom Planungsbüro Foundation 5+ die Pläne mehr als 100 Zuhörern in einer Bürgerversammlung.

Nachdem Brückenhausen und der Untere Stad durch einen neu- und mit einheitlichem Pflaster gestalteten Brückenvorplatz verbunden wurden, sollen Kraft- und Radfahrer sowie Fußgänger die Kreuzung gleichberechtigt nutzen – ohne  Verkehrszeichen, Signalanlagen und Fahrbahnmarkierungen (wir berichteten).

Neues Potenzial für Wohnen und Tourismus

Das Ziel: Innenstadt und Brückenhausen sollen aufgewertet, die fußläufige Verbindung gestärkt und die Aufenthaltsqualität am Altstadtring verbessert werden. Zudem verspricht sich die Stadt von der Einbindung der Werra ins Stadtbild neue Potenziale für Wohnen, Naherholung und Tourismus.

Ein Großteil der Pkw-Fahrer nutze die Strecke zwischen Grebendorfer Hüttchen und Schlossplatz als Verbindung zur B 27, berichtete Wolff. Mit der Beruhigung des Brückenvorplatzes wolle man diesen Verkehr umleiten. Dazu soll eine Tempo-20-Zone beitragen.

Die stößt Kurt Eisenträger vom gleichnamigen Autohaus Vor dem Brückentor besonders auf. Er fürchtet, dass dies nicht nur den Durchgangsverkehr abschrecke, sondern alle Verkehrsteilnehmer – und somit auch potenzielle Kunden der ansässigen Geschäftsleute.

Weitere Kritik gab es vom Seniorenforum Werra-Meißner, das nicht in die Pläne einbezogen wurde. Dies soll an einem Runden Tisch nachgeholt werden. Zudem wurden Befürchtungen laut, dass der Verkehr im Bereich der Dünzebacher Straße und der Humboldt-Kreuzung zu stark zunehmen könnte.

Verzahnung von Werra undf Stadt soll in den nächsten Jahren weitergehen

Die Arbeiten sollen im November abgeschlossen sein. Das ist jedoch lediglich der Auftakt zur Verzahnung von Werra und Stadt. Foundation 5+ habe zehn Orte identifiziert, die für eine Aufwertung infrage kämen, berichtete Herz. Dazu gehören das Wehr, der alte Busbahnhof sowie der Uferbereich Unter dem Berge.

Diese Arbeiten könnten in der zweiten Phase des Förderprogramms Stadtumbau umgesetzt werden, erklärte Klaus Kurz. "Die Planungen laufen bereits", so der Fachbereichsleiter Planen und Bauen.

Die Kosten für den Umbau des Brückenvorplatzes betragen 611.000 Euro. 70 Prozent stammen aus Fördermitteln des Stadtumbaus. Anliegergebühren werden nicht fällig.

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