VR-Bank-Stiftung unterstützt Flüchtlingsarbeit im Landkreis

(V.li.) Dekan Dr. Martin Arnold, Kathrin Beyer und Gudrun Lang von der Freiwilligenagentur Omnibus, Diakoniepfarrer Dr. Lothar Kilian und VR-Bank-Vorstand Uwe Linnenkohl. Foto: Renneberg
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(V.li.) Dekan Dr. Martin Arnold, Kathrin Beyer und Gudrun Lang von der Freiwilligenagentur Omnibus, Diakoniepfarrer Dr. Lothar Kilian und VR-Bank-Vorstand Uwe Linnenkohl. Foto: Renneberg

Diakonie und Freiwilligenagentur unterstützen und koordinieren ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit. Unterstützt werden sie dabei von der VR-Bank-Stiftung.

Werra-Meißner. Um die Flüchtlingsarbeit im Werra-Meißner-Kreis zu koordinieren und Ehrenamtliche zu unterstützen, arbeiten das Diakonische Werk Eschwege/Witzenhausen und die Freiwilligenagentur Omnibus seit Februar Hand in Hand. Seitdem haben sie in sieben Kommunen lokale Koordinatoren etabliert, die Freiwillige für die Flüchtlingsarbeit suchen, begleiten und unterstützen.

40.000 Euro kostet das Projekt pro Jahr – 90 Prozent trägt die evangelische Landeskirche. Für die übrigen 4.000 Euro kommt die VR-Bank-Stiftung "Mit Herz für die Region" auf.  "Mit dem ehrenamtlichen Potenzial verfügt der Werra-Meißner-Kreis über ein echtes Pfund", sagt VR-Bank-Vorstand Uwe Linnenkohl, "das wollen wir fördern." Zudem betont er, dass die Herausforderungen der Integration nicht erledigt seien, weil der Zuzug von Flüchtlingen nachlasse. "Jetzt müssen wir Menschen nachhaltig in die Gesellschaft integrieren und ihre Fähigkeiten nutzen."

Das Projekt von Diakonie und Omnibus ist zunächst auf ein Jahr begrenzt. "Aber wir sind guten Mutes, dass wir es über Februar 2017 hinaus fortsetzen können", sagt Diakonie-Pfarrer Dr. Lothar Kilian.

Konzept fußt auf zwei Säulen

Das Konzept fußt im Wesentlichen auf zwei Säulen: "Zum einen wollen wir Menschen in ihrem freiwilligen Einsatz unterstützen und neues Engagement wecken und zum anderen den Austausch zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen fördern", erklärt Kathrin Beyer von der Freiwilligenagentur. Dafür finanziert das Projekt in derzeit sieben Kommunen je nach Bedarf drei bis zehn Stunden die Woche. Diese Aufwandsentschädigung deckt beispielsweise Fahrt- und Sachkosten sowie Kosten für Fortbildungen ab.

"Uns ist es wichtig, nachhaltige Strukturen vor Ort zu schaffen, damit das freiwillige Engagement kein Strohfeuer bleibt", betont Dr. Martin Arnold. Der Dekan des evangelischen Kirchenkreises Eschwege pries die riesige Hilfsbereitschaft der Zivilgesellschaft – es brauche aber Ansprechpartner, um die Angebote dem Bedarf anzupassen und Doppelstrukturen zu vermeiden. Zudem sollen die lokalen Koordinatoren dazu beitragen, die Freiwilligen vor Überforderungen zu schützen.

Fremdenhass vorbeugen

Neben der konkreten Hilfe für Flüchtlinge hob Dr. Arnold einen weiteren Aspekt des gesellschaftlichen Engagements hervor: "Flüchtlingshilfe ist das beste Präventionsprogramm gegen Fremdenfeindlichkeit." Die grassiere schließlich vor allem dort, wo es wenig Kontakt zwischen Einwohnern und Flüchtlingen gebe.

Eine Übersicht über die Ansprechpartner in den Kommunen finden Sie online unter www.fbs-werra-meissner.de.

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