Walburgs Feuerwehr ist eine positive Ausnahme

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Walburg wurden (vorne v.li.) Lutz Spannknebel, Hartmut Gundlach, Volker Pforr, Karl-Heinz Liese, Wilfired Altmann und Otto Rüppel ausgezeichnet. Glückwünsche überbrachten: (hinten v.li.) Michael Heußner (Bürgermeister Hessisch Lichtenau), Landrat Stefan Reuß, Hans–Heinz Staude und Erich Hildebrand (beide vom Kreisfeuerwehrverband).
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Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Walburg wurden (vorne v.li.) Lutz Spannknebel, Hartmut Gundlach, Volker Pforr, Karl-Heinz Liese, Wilfired Altmann und Otto Rüppel ausgezeichnet. Glückwünsche überbrachten: (hinten v.li.) Michael Heußner (Bürgermeister Hessisch Lichtenau), Landrat Stefan Reuß, Hans–Heinz Staude und Erich Hildebrand (beide vom Kreisfeuerwehrverband).

Walburgs Feuerwehr feierte ihr 150-jähriges Bestehen, ihre Einsatzabteilung ist ein positives Beispiel

Walburg. Walburgs Feuerwehr feierte vergangene Woche sein 150-jähriges Bestehen. Der Festkommers am Freitag verlief in ruhigen Bahnen, wurden doch auch zahlreiche Mitglieder ausgezeichnet.

Steffen Rödel, Stadtbrandinspektor von Hessisch Lichtenau, hatte nur gute Dinge über die Walburger Feuerwehr zu sagen, die wie alle Wehren der Stadt eine Freiwillige Feuerwehr ist. Auch wenn der Ort nur rund 700 Einwohner hat, ist die Einsatzabteilung doch für ganz Hessisch Lichtenau nicht zu ersetzen.

Durch die 29 Einsatzkräfte könne so vor allem tagsüber die Einsatzbereitschaft in Hessisch Lichtenau gewährleistet werden.

„Im Gegensatz zu vielen anderen Orten hat man in Walburg kein Problem damit, die Einsatzabteilung mit genügend Kräften zu besetzen. Dieser Umstand ist heute eine seltene Ausnahme“, erklärte Rödel.

Vor allem liege dies, laut Rödel, vor allem an den italienischen Verhältnissen. Man könne zwar Mafia sagen, doch was Rödel wirklich meinte, dass vor allem die Familie Gundlach, die den Verein, die Einsatzabteilung und die Jugendfeuerwehr leitet, die Feuerwehr fördert. Lutz Spannknebel, der Stellvertreter des Wehrführers Hartmut Gundlach, betonte vor allem auch die Kameradschaft in der Wehr, eine Kameradschaft im Sinne von Freundschaft.

Schließlich riskiere man im Einsatz auch das eigene Leben. Eine Sache, mit der alle Helfer inzwischen zu kämpfen haben, ist jedoch auch bei der Walburger Feuerwehr angekommen: Die Respektlosigkeit gegenüber den Einsatzkräften. „Inzwischen sind wir leider in einer Ich-Kultur, dass Du spielt immer weniger eine Rolle. Doch die Helfer lassen sich von physischen und verbalen Angriffen nicht beeinflussen. Wir sind da, um zu helfen“, so Spannknebel.

150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Walburg zeigen aber auch noch etwas anderes. Der technische Fortschritt ist überall zu sehen. Fing man einst mit einer unhandlichen Spritze an, die nicht zeitgleich mit den Einsatzkräften vor Ort war, hat man inzwischen nun genügend Kapazitäten, dass alle Einsatzkräfte zusammen mit dem Gerät zum Einsatz kommen, vor allem sicherer und effizienter.

„Doch trotz des technischen Fortschrittes ist am Ende eins gleich geblieben: Menschen steigen in die Fahrzeuge und retten“, erklärte Hartmut Gundlach.

Im Rahmen des Jubiläums wurden zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt. So konnte Landrat Stefan Reuß zusammen mit Hans-Heinz Staude vom Kreisfeuerwehrverband diverse Auszeichnungen persönlich überreichen.

Lutz Spannknebel bekam für seine 40-jährige Mitgliedschaft die Ehrennadel in Silber.

Die Ehrennadel in Gold für 50 Jahre im Verein bekamen: Hartmut Gundlach, Volker Pforr, Karl-Heinz Liese, Wilfried Altmann und Ottfried Rüppel.

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