Wanfried bekommt rund zwei Millionen Euro

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Bürgermeister Wilhelm Gebhard bekommt den Bewilligungsbescheid von Staatsekretär Werner Koch überreicht.

Wanfried hat die Schulden gesenkt und die Schutzschirmaufgaben erfüllt.

Wanfried. Mit 81 Einzelmaßnahmen hat Wanfried es geschafft, seinen Schuldenstand von 23,6 Millionen vor dem Schutzschirm auf 12,9 Millionen zu senken. 2017 wird Wanfried den dritten ausgeglichenen Haushaltsplan in Folge vorlegen können, damit erfüllt die Stadt die Auflagen des Schutzschirmes und darf die Entschuldungshilfe des Landes in Höhe von 4,133 Millionen Euro behalten. Außerdem erhält die Stadt aus dem Landesausgleichsstock eine Unterstützung in Höhe von 2.064.000 Euro, die zur Deckung entstandener Haushaltsdefizite verwendet wird.

81 Maßnahmen beschlossen

„Ich möchte Danke sagen. 81 Maßnahmen, ich weiß, was das bedeutet, nach innen und auch im Blick auf die Einwohnerschaft. Wie man vernünftig spart, muss man den Einwohnern erklären“, sagte der Staatssekretär Werner Koch, der die erfreuliche Aufgabe hatte, den Bewilligungsbescheid zu überbringen. Von 2002 bis 2014 hatte die Stadt 10,3 Millionen Euro mehr ausgegeben als eingenommen und das bei nur 4.300 Einwohnern. „Dem Schutzschirmvertrag zuzustimmen ist uns nicht leicht gefallen, aber wir wussten, wir hatten keine andere Wahl. Der Schutzschirm ist zum richtigen Zeitpunkt gekommen, weil er uns dazu gezwungen hat an einen Tisch zu gehen, auch über die Parteigrenzen hinaus, das wäre vorher nicht möglich gewesen“, erklärte Bürgermeister Wilhelm Gebhard bei der Übergabe des Bewilligungsbescheids.

Alle Parteien an einen Tisch gesetzt

Er machte auch den Parlamentariern ein großes Kompliment, die effektiv, parteineutral und sachorientiert gut zusammen gearbeitet hätten. 2015 erwirtschaftete die Stadt einen Überschuß in Höhe von 146.000 Euro, im Jahr 2016 ist ein Überschuß in Höhe von 45.000 Euro geplant und auch 2017 gehen die Finanzfachleute der Stadt von einem Überschuss in Höhe von mindestens 73.000 Euro aus. Der Überschuss wird genutzt, um die Kassenkredite zu senken. „Wenn die Hessenkasse (neues Subventionsprogramm des Landes) eingeführt wird, werden wir noch einmal einen deutlichen Sprung nach vorne machen. Wir erkennen an, dass uns das Land deutlich unter die Arme greift. Übernimmt die Hessenkasse zwei drittel unserer Kassenkredite, dann bleiben nur noch 12,9 Millionen Euro“, erläutert Wilhelm Gebhard die Situation. Allerdings verwies er an dieser Stelle auch darauf, dass auf eine kleine Kommune wie Wanfried in den nächsten Jahre auch große Kosten, zum Beispiel für die Kinderbetreuung zukommen werden. Er erwarte eine Kostenerhöhung zwischen 30.000 und 50.000 Euro. Bürgermeister Gebhard sagt: „Wanfried ist auf einem guten Weg.“

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