Wanfried plant Entschädigungsfonds für Hochwasser-Betroffene

Die Stadtverordneten beschließen, derzeit keine der vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen der Hochwasserschutzstudie umzusetzen. Stattdessen soll ein Entschädigungsfonds für die Betroffenen eines Hochwassers eingerichtet werden.

Wanfried. Die Stadt Wanfried wäre bei einem Hochwasser mit 130 Objekten betroffen. Schwerpunkt ist dabei die Kernstadt und Altenburschla. Die Hochwasserschutzstudie „Unteres Werratal” schlägt für die besonders betroffenen Bereiche mehrere Maßnahmen vor. Die Straßen „Unter den Weiden” und „Unter der Tränke” könnten durch eine Sicherheitslinie in Form einer Hochwasserschutzmauer geschützt werden. Die Kosten dieser Mauer liegen bei ca. 125.000 Euro, ohne die zusätzlichen Kosten für einen Raumausgleich. Die Maßnahmen in Altenburschla, eine Schutzmauer entlang des Werraufers und ein Deich entlang der Friedrichstraße, würden ca. 525.000 Euro kosten.

Entschädigungsfond für Folgen des Hochwassers

In ihrer letzten Versammlung haben sich die Stadtverordneten jedoch dafür entschieden, derzeit keine der vorgeschlagenen Maßnahmen umzusetzen. Stattdessen soll ein eigener Präventions- und Entschädigungsfonds für Opfer des Hochwassers geschaffen werden. Den Antrag auf Prüfung eines solchen Fonds hatte die CDU-Fraktion gestellt, die anderen Fraktionen schlossen sich dem Antrag an. „Hochwasser macht vor keinen Grenzen Halt, daher reicht es nicht, Probleme im Einzelnen zu lösen. Maßnahmen müssen auch mit Nachbar-Bundesländern abgestimmt werden. Diese Mauern sind zu kurzfristig”, so Thomas Bachmann (CDU). „Die Folgen auf unsere Nachbarn sind nicht absehbar, die Maßnahmen könnten mehr schaden als nutzen”, so auch der Tenor von SPD und FDP.

Stattdessen wird nun die Einrichtung eines stadteigenen Präventions- und Entschädigungsfonds geprüft, der mit eingesparten Rücklagen schnell Hilfe für die Hochwasseropfer in Wanfried und den Stadttteilen versprechen soll.

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