Abwasser aus Treffurt soll Wanfrieder Gebührenhaushalt entlasten

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Eine Leitung bringt künftig das häusliche Abwasser von Großburschla (Thüringen) über Völkershausen nach Wanfried (Hessen). Die TAV-Vertreter Frank Sauer (2.v.li.) und Peter Kahlenberg (2.v.re.) gaben den Bürgermeistern (v.li.) Frank Schneider (Großburschla), Wilhelm Gebhard (Wanfried) und Michael Reinz (Treffurt) erste Informationen über die Planungen.

Abwasser aus Treffurt soll künftig in die Wanfrieder Kläranlage gepumpt werden. Der Stadt winken dadurch zusätzliche Gebühreneinnahmen.

Wanfried. Abwasser aus Treffurt soll künftig in die Wanfrieder Kläranlage gepumpt werden. Die entsprechenden Pläne haben die Stadt Treffurt und der Trink- und Abwasserverband Eisenach-Erbstromtal (TAV) jetzt den Einwohnern des Treffurter Stadtteils Großburschla vorgestellt. Mit dabei war auch Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard. Er sieht in der geplanten länderübergreifenden Zusammenarbeit eine Win-Win-Situation: „Die Stadt Wanfried erwirtschaftet durch die Abwassermengen aus Großburschla zusätzliche Gebühreneinnahmen, und dem TAV werden enorme Investitions- und Betriebskosten erspart."

An den Planungen arbeiten die beiden Werrastädte bereits seit über drei Jahren - gemeinsam mit dem TAV. Sie sehen eine vom TAV gebaute und finanzierte Abwasserdruckleitung von Großburschla nach Wanfried vor. Das Abwasser aus Großburschla soll zunächst dem Ortsnetz Völkershausen zugeführt und von dort mit dem Abwasser von Völkershausen weiter in die Kläranlage nach Wanfried gepumpt werden. "Die hat noch ausreichend Kapazitäten frei", versichert Gebhard.

Beginn der Bauarbeiten ist noch nicht terminiert

Wann die Schmutzwasserdruckleitung gebaut wird, hängt vom Fortschritt der Arbeiten am Ortsnetz von Großburschla ab. Die Druckleitung wird erst gebaut, wenn genügend Häuser am Abwassernetz angeschlossen sind und eine ausreichende Menge Schmutzwasser zur Verfügung steht. Los gehen die Bauarbeiten in Großburschla in diesem Sommer. Bis das letzte Haus ans Kanalnetz angeschlossen ist, können jedoch noch 30 Jahre vergehen. Bis dahin bleiben Klärgruben und vollbiologische Technik in Betrieb.

Zudem hängt der Fortgang der Maßnahme von den politischen Entscheidungen und den finanziellen Möglichkeiten des TAV ab.

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