Wanfrieder Grundschule beteiligt sich am Pakt für den Nachmittag

Der Pakt für den Nachmittag soll in Wanfried sowohl die Ganztagsbetreuung von Grundschülern als auch die Ferienspiele umfassen. Foto: Archiv

Die Gerhart-Hauptmann-Schule in Wanfried wird ab dem kommenden Schuljahr auch Nachmittags ein verlässliches Bildungs- und Betreuungsangebot anbieten.

Wanfried. Die Gerhart-Hauptmann-Schule wird sich im kommenden Schuljahr am "Pakt für den Nachmittag" beteiligen. Das hat die Stadtverordnetenversammlung einstimmig beschlossen.Damit soll ein "verlässliches und bedarfsorientiertes Bildungs- und Betreuungsangebot" geschaffen werden, das sich bis 17 Uhr erstreckt. Ein vorläufiges pädagogisches Konzept für das Ganztagsangebot hat die Schule bereits erarbeitet.

Für die Umsetzung stellt die Stadt kommendes Jahr 5.000 Euro zur Verfügung – das Land, der Landkreis und die Eltern steuern weitere Mittel bei. Sie können zwischen drei Modulen wählen: Für eine Betreuung bis 14.30 Uhr zahlen sie 20 Euro pro Monat, eine Betreuung bis 16 Uhr kostet 40 Euro und eine Betreuung bis 17 Uhr schlägt mit 50 Euro monatlich zu Buche - die Zahlen sind laut Schulleiterin Stephanie Stück ebenfalls vorläufig.

Neben einer Hausaufgabenbetreuung und einem freizeitpädagogischen Angebot umfasst das Konzept auch ein gesundes warmes Mittagessen. Ziel ist es zudem, Vereine, Verbände und freie Träger der Jugendhilfe mit ins Boot zu holen, die beispielsweise AGs anbieten.

Ferienspiele sollen Teil des Konzepts werden

Der Pakt für den Nachmittag greift jedoch nicht nur während der Schulzeit, sondern beihnhaltet auch eine Ferienbetreuung. In Wanfried etwa sollen die bislang von der Stadt finanzierten und organisierten Ferienspiele Teil des Konzepts werden.

SPD-Fraktionschef Erwin Neugebauer nannte den Pakt "einen guten Schritt zu mehr Bildungsgerechtigkeit", merkte jedoch zugleich an, dass es sich dabei nicht um ein vollwertiges schulisches Ganztagsangebot handele. "Aber die Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern ist eine gesellschaftlich notwendige Entwicklung", sagte Neugebauer nicht ohne Bedauern.

In dieses Horn stieß auch Ute Lorenz-Roth (FDP): "Es ist bedauerlich, dass es fast unmöglich erscheint, eine Familie mit einem Einkommen zu ernähren, so dass immer mehr Nachmittagsbetreuung nötig ist."

Für die CDU-Fraktion sprach sich Marietta von Stryk für die Teilnahme aus: "So können wir Kinder für ein selbstständiges Leben stärken.

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