Wanfrieder plant Projekte in Milliardenhöhe

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Arbeitsplätze, Umweltschutz, Infrastruktur: Martin Schäfer will die Wirtschaft in Afrika aufleben lassen und plant Projekte in Milliardenhöhe.

Wanfried. Tausende neuer Arbeitsplätze, moderne Infrastruktur, Umweltschutz und die Umsetzung sozialer Projekte. Das sind die Ziele, die der Wanfrieder Martin Schäfer mit seinem neu gegründeten Verein "Deutsch-Afrikanisches Konsortium e.V." künftig verfolgen möchte.

Seit 1988 im Geschäft

Dabei ist Schäfer kein unbeschriebenes Blatt und kennt sich aus im Geschäft.Seit 1988 ist der Vorsitzende des noch jungen Vereins bereits als Bau- und Projektleiter in Afrika und Asien unterwegs – arbeitete unter anderem beim Marktführer im deutschen Verkehrswegebau, der Strabag AG, und zeigte sich verantwortlich für Milliardenprojekte in vielen Ländern. Dabei wurden unter anderem  Schulen, Krankenhäuser, Wohnsiedlungen, Straßen- und Bahnnetze unter seiner Leitung gebaut.Seit November will Schäfer nun mit dem Konsortium eigene – ganz neue – Wege gehen. "Bauunternehmen, Firmen aus der Industrie sowie Verbände aus Deutschland und Afrikahaben sich zusammengeschlossen, um in Afrika Bauprojekte verschiedener Größenordnungen zu verwirklichen", sagt Schäfer.Dabei liegt der Schlüssel in den vorhandenen Rohstoffen. "Nigeria verfügt über unglaublich große Rohstoffvorkommen, die man in Deutschland dringend gebrauchen könnte. Nigeria hat von staatlicher Seite jedoch kaum Gelder, um große Projekte zu finanzieren. Hier liegt es auf der Hand, dass mit einer UFK-Finanzierung, das heißt in diesem Fall ‚Rohstoffe gegen Geld‘, genau diese notwendigen Großprojekte in Nigeria finanziert werden könnten", erklärt der Wanfrieder sein Vorhaben.

Bedarf anArbeitskräften steigt

Das würde bedeuten, dass Verkehrswege gebaut werden müssten, um die Rohstoffe nach Übersee zu bringen. "Allein beim Bahnbau kommen tausende von Kilometern  neue Strecke zur Ausführung, die natürlich in Etappen gebaut werden müssten", so Schäfer weiter. Umgesetzt werden sollen die Projekte mit den Arbeitskräften vor Ort – tausende Menschen kommen in Arbeit, zumal lediglich die Führungskräfte und Spezialisten aus Deutschland kommen.

Neben der Umsetzung der Großprojekte wird die Möglichkeit einer beruflichen und schulischen Aus- und Weiterbildung in Deutschland ins Auge gefasst, damit die Afrikaner letztlich als Fach- und Führungskräfte ihr Wissen im eigenen Land weitergeben können. Die Gelder für dieses Vorhaben sollen aus den umgesetzten Projekten generiert werden.

Direkte Bahnstreckevon Eschwege nach Eisenach

Noch in ferner Zukunft, aber durchaus denkbar, wäre die Verwirklichung von Projekten durch das "Deutsch-Afrikanische-Konsortium e.V." in Deutschland. "Mit entsprechenden Mitteln und den Arbeitskräften aus Deutschland und Afrika könnte man zum Beispiel die Bahnstrecke von Eschwege nach Eisennach wiederbeleben. Es wäre eine einmalige Chance für unsere Region. Bei der Deutschen Bahn war man nicht abgeneigt. ein solches Angebot weiter zu verfolgen, zumal diese Arbeiten der DB keinen Cent kosten würden", sagt der Wanfrieder.

Extra Info

Erste große Konferenz in Wanfried

Am Donnerstag, 9. Juli, findet in der Marktstraße 18 im Hotel Schwan in Wanfried ab 9 Uhr eine Veranstaltung des "Deutsch-Afrikanischen-Konsortium e.V." statt. Hochkarätige Personen aus Wirtschaft und Politik, der Länder Deutschland und Nigeria, nehmen an dieser Konferenz teil.  Als Referenten kommen Stefan Eitel, Direktor der KfW IPEX Bank; Rolf Bachmann, Sales Manager Liebherr Nigeria/Liebherr Mining; Frank Becker, Fa. Becker Nigeria; Wilhelm Gebhard, Bürgermeister der Stadt Wanfried; Dr. Franz-Michael Roth, DERA / BGR und Martin Schäfer, Vorsitzender des " Deutsch-Afrikanischen-Konsortium e.V.Die Sitzung ist öffentlich. Um vorzeitige Anmeldung bei Martin Schäfer wird dennoch gebeten.

Kontakt: Martin Schäfer: Marktstraße 49, Wanfried. 05655 / 32098 – 96; Fax: 05655-32098–50; Handy: 0151-54250651 oder 0174-2535406; E-Mail: martinschaefer7@t-online.de

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