Wanfrieds Vermarktungskonzept soll landesweit Schule machen

Karl-Christian Schelzke (li.) Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard (2.v.li.), Dr. Helga Jäger (4.v.li.) und Bad Karlshafens Bürgermeister Ullrich Otto (re.) mit der Delegation aus Bad Karlshafen. Foto: Privat
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Karl-Christian Schelzke (li.) Wanfrieds Bürgermeister Wilhelm Gebhard (2.v.li.), Dr. Helga Jäger (4.v.li.) und Bad Karlshafens Bürgermeister Ullrich Otto (re.) mit der Delegation aus Bad Karlshafen. Foto: Privat

Eine Delegation aus Bad Karlshafen informierte sich in Wanfried über den Kampf gegen Leerstand und Abwanderung. Den Impuls gab das Umweltministerium.

Von Diana Wetzestein

Wanfried. Es gibt zwei Gemeinsamkeiten, die Wanfried und Bad Karlshafen verbinden: Beide haben einen historischen Hafen und mit Leerständen und Abwanderung  zu kämpfen. Doch eins hat Wanfried Bad Karlshafen voraus: zehn Jahre Bürgergruppenarbeit zum Erhalt und zur Wiedernutzung des historischen Baubestandes.

Bad Karlshafens Bürgermeister Ullrich Otto ließ sich vor Ort erläutern, wie die Wanfrieder ihr Vermarktungskonzept leben. Mit Vertretern aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Vereinen verfolgte er den Vortrag seines Amtskollegen Wilhelm Gebhard über die Situation Wanfrieds vor und nach Gründung der Bürgergruppe.

"Die Stimmung in der Bevölkerung ist besser geworden, die Umsätze der Handwerker gestiegen, 53 Leerstände haben wir beseitigt und die Einnahmen für die Stadt verbessert", so Gebhard.

Impuls für den Vortrag kam aus dem Umweltministerium

An der Werra ist das bereits im Fluss, was an der Weser noch angeschoben werden soll. Den Anstoß für den Besuch der Delegation aus 20 Personen und die Diskussion hatte Dr. Helga Jäger, Referatsleiterin Städtebau und Städtebauförderung im Hessischen Umweltministerium, gegeben. "Was in Wanfried von Bürgern initiiert und von der Stadt mitgetragen wird, ist bespielgebend für alle hessischen Gemeinden, die sich um die Vitalisierung ihrer Ortsmitten bemühen", betonte Jäger.

"Gestaltung geht nur mit dem Bürger", sagte Karl-Christian Schelzke, Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebundes nach der Powerpoint-Präsentation und anschließender Diskussion. Vor allem die aktive Bürgerschaft sah Schelzke als Mittel zum Erfolg an. Die müsse von innen und außen anerkannt und getragen werden.

Nach Besichtigung des Fachwerkmusterhauses, wo Bürgergruppenmitglieder die Konzepte des Bauberatungszentrums erläuterten, durfte auch der Besuch am Wanfrieder Hafen nicht fehlen.Bürgermeister Otto lud die Wanfrieder anschließend zu einem Gegenbesuch nach Bad Karlshafen ein.

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