Drei Tote: Wartungsgondel auf dem „Sender Hoher Meißner" aus 50 Metern abgestürzt

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Unglück auf dem Hohen Meißner: Die Wartungsgondel stürzte aus 50 Metern in die Tiefe. Dabei kamen drei Arbeiter ums Leben.

Eine Wartungsgondel auf dem „Sender Hoher Meißner" ist abgestürzt.

Meißner - Wie die Polizei mitteilt, wurde gegen 9.20 Uhr der Absturz einer Arbeitsgondel auf dem „Sender Hoher Meißner" gemeldet. Nach ersten Informationen ist dort eine Wartungsgondel aus 50 Metern abgestürzt, mehrere Personen sollen eingeklemmt sein. Aktuell sind die Rettungskräfte auf dem Weg zum Einsatzort.

+++ Aktualisierung 10.02 Uhr +++

Durch den Absturz der Wartungsgondel am Sender "Hoher Meißner" wurden die drei Insassen der Gondel tödlich verletzt.

+++ Aktualisierung 13.20 Uhr +++

Die bei einem Gondelabsturz heute Morgen auf dem Hohen Meissner ums Leben gekommen Arbeiter waren offenbar damit befasst, an einem etwa 220 Meter hohen Sendemasten einer Rundfunkanstalt Arbeiten durchzuführen.

Um diese Arbeiten durchführen zu können, mussten die drei Mitarbeiter einer in Berlin ansässigen Firma mittels einer Wartungskabine zu dem Sendemast hinauffahren. Die Wartungskabine, von der Konstruktion ähnlich einer Seilbahn, fährt für gewöhnlich an einem im Boden verankerten, diagonal verlaufenden, Stahlseil zu dem Sendemast hinauf.

In die Tiefe gestürzt: Drei Menschen sterben bei Gondel-Unglück auf dem Hohen Meißner

 © Hessennews TV
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In einer Höhe von etwa 50 Metern kam es dann aus bislang nicht geklärter Ursache zu Komplikationen, so dass die Kabine nach jetzigem Erkenntnisstand nicht mehr weiter zu dem Sendemast gelangte, sondern zunächst am Stahlseil freischwingend gehangen haben soll und von dort dann offenbar zu Boden stürzte.

Durch den Absturz kamen alle drei männlichen Insassen ums Leben. Das zuständige Fachkommissariat für Todesermittlungen der Polizeidirektion Werra-Meißner hat mit Unterstützung des Amtes für Arbeitsschutz vom Regierungspräsidium Kassel vor Ort die weiteren Ermittlungen übernommen um festzustellen, welche Ursachen zum Absturz der Gondel geführt haben.

Zeugen, die sich zum Zeitpunkt des Unglücksfalls vor Ort befanden, werden zur Zeit seelsorgerisch betreut.

+++Aktualisierung 15.59 Uhr +++

Nach dem Gondelabsturz von einem Sendemast auf dem Hohen Meissner heute Morgen wird die Unglücksstelle hinsichtlich der Ursachenforschung vom Amt für Arbeitsschutz des Regierungspräsidiums Kassel und einem Gutachter der DEKRA Kassel noch im Laufe des Nachmittags begutachtet.

Eine verlässliche Aussage darüber, wie es zu dem Unglück kommen konnte, kann seitens der ermittelnden Beamten noch nicht getroffen werden. Die Ermittlungen dauern nach wie vor an. Derzeit gilt laut den in dieser Sache ermittelnden Institutionen eine technische Ursache als am Wahrscheinlichsten.

Bei den verunglückten Arbeitern, die bei dem Absturz der Gondel zu Tode gekommen sind, handelt es sich um einen 50-Jährigen aus Neureichenau, sowie einen 46-Jährigen aus Karlsruhe und einen 27-Jährigen aus Dülmen.

Hinsichtlich der genauen Unglücksursache wird nachberichtet.

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