Weihnachtsbeleuchtung: Lichterketten gehören zum Elektro-Schrott

+
Auch Lichterketten gehören in den Elektro-Schrott: (v.li.) Umweltberaterin Gabriele Maxisch, Andrea Kommer und Dirk Gröling vom Gebrauchtwarenzentrum und Umweltdezernent Dr. Rainer Wallmann. Die Experten raten auch: Ein Strommessgerät sollte in keinem Haushalt fehlen.

Wenn sich zur Weihnachtszeit die Lichter in den Häusern mehren, stellt sich die Frage: Auf LED umstellen? Mit einem Strommessgerät kann man überprüfen, ob die Umstellung sinnvoll wäre. Aber auf jeden Fall: Alte Lichterketten und Co. gehören in den Elektro-Schrott.

Eschwege. Jetzt steht die Weihnachtszeit kurz vor der Tür. Eine Zeit, in der wieder vermehrt in und vor den Häusern die Lichter leuchten. Wer jedoch die Weihnachts-Lichter genießen will, sollte bei Adventssternen, Lichterketten und Co. auf den Energieverbrauch achten.

„Leuchten mit LED sparen bis zu 90 Prozent an Energie ein”, sagt Umweltdezernent Dr. Rainer Wallmann. Bei einer längeren Nutzungsdauer, zum Beispiel die Beleuchtung vor dem Haus, lohne sich eine Umstellung auf LED also auf jeden Fall. Auch auf geprüfte Siegel am Gerät, wie TÜV-Siegel, sollte geachtet werden. Er und Umweltberaterin Gabriele Maxisch warnen jedoch vor einer Pauschalierung. „Es kommt immer darauf an, wie lange die Lichter genutzt werden. Soll die Lampe nur mal für eine Stunde laufen, muss nicht gleich eine neue her”, sagt Gabriele Maxisch. Sie empfiehlt die Nutzung eines Strommessgerätes. Damit könne je im Einzelfall gemessen werden, wie viel Strom ein Gerät verbraucht oder ob sich ein Neues lohnt.

Wer sich von alten Weihnachtsleuchten trennen will, sollte darauf achten, diese nicht im Restmüll zu entsorgen. „Alles, was mit Batterien oder Strom versorgt wird, gehört in den Elektroschrott. Das fängt bei den Lichterketten an”, sagt Dirk Gröling, Geschäftsführer der Gebrauchtwarenzentren in Eschwege und Witzenhausen. Hier kann Elektro-Schrott kostenlos zu den Öffnungszeiten abgegeben werden. Auch andere elektronische Kleingeräte werden hier zur Entsorgung entgegen genommen. Die Geräte gelangen zur weiteren Verwertung in die Caldener Werkstätten oder zur Deponie in Weidenhausen. Nicht zur Entsorgung angenommen werden Großgeräte wie Waschmaschinen, Kühlschränke und E-Herde.

„Besonders zu Weihnachten ist das Achten auf die richtige Beleuchtung ein doppeltes Geschenk. Für den Geldbeutel und für die Umwelt”, sagt Dr. Wallmann.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Matthias-Kaufmann-Stiftung rettet seit 25 Jahren Leben

Matthias-Kaufmann-Stiftung feiert am Freitag Jubiläum
Matthias-Kaufmann-Stiftung rettet seit 25 Jahren Leben

Brand in Niederdünzebach: Gebäude ist einsturzgefährdet

Nach Angaben von Polizei und Feuerwehr entfachte der Brand im Erdgeschoss des Gebäudes in Niederdünzebach und dehnte sich auf das gesamte Haus aus. Der Sachschaden wird …
Brand in Niederdünzebach: Gebäude ist einsturzgefährdet

Landgasthof "König von Preußen" ins Helsa soll neuer Mittelpunkt werden

Dank des Eigenengagements der Bürger, die sich zum Verein für Denkmalpflege zusammenschlossen steht das Gebäude im Ortskern schon wieder gut da.
Landgasthof "König von Preußen" ins Helsa soll neuer Mittelpunkt werden

Orthopädische Klinik arbeitet mit Medizinischer Hochschule Hannover zusammen

Die Orthopädische Klinik in Hessisch Lichtenau ist "Akademische Lehr- und Kooperationsklinik der Medizinischen Hochschule Hannover
Orthopädische Klinik arbeitet mit Medizinischer Hochschule Hannover zusammen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.