In Weißenborn leben Katzen in ständiger Gefahr

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Frigga Hesse mit ihrem Kater Campinus, der seit April spurlos verschwunden ist. 

Seit Anfang des Jahres sind in Weißenborn 20 Katzen verschwunden - Besitzer bitten Mitbürger um Mithilfe

Weißenborn - Seit Anfang des Jahres verschwindet in Weißenborn eine Katze nach der anderen. Insgesamt 20 Samtpfoten sind innerhalb der letzten Monate abhanden gekommen.

Bevölkerung wird um Mithilfe gebeten

„Von ihnen fehlt jegliche Spur – genau wie von meinem Kater Campino, der von heute auf morgen einfach nicht mehr da war“, sagt Frigga Hesse, die zusammen mit Kerstin Bruns die Bevölkerung in Weißenborn um erhöhte Aufmerksamkeit bittet, damit Katzenbesitzer wieder in Ruhe schlafen können. „Viele Katzen wurden auch vergiftet und sind jämmerlich verendet. Dass dies kein Zufall sein kann, ist offensichtlich“, merken die beiden an. Der Fokus der verschwundenen Katzen liege dabei in dem Gebiet Bachstraße, Sandhöfe und In der Aue, haben Hesse und Bruns festgestellt, die eigens eine Liste angefertigt haben, um bei der Polizei fundierte Angaben machen zu können.

Insgesamt 20 Katzen sind innerhalb der letzten sechs Monate in Weißenborn verschwunden. An der Bushaltestelle suchen die Besitzer nach den vermissten Tieren.

„Von einer Zeugin wurde bereits beobachtet wie tote Katzen aus einer Lebendfalle genommen und Richtung Großburschla gebracht worden“, sagt Frigga Hesse, die die Hoffnung noch nicht aufgeben hat, dass ihr vermisster Kater doch noch auftaucht.

Viele Tiere durch Gift getötet

Für die getöteten Tiere kommt jedoch jegliche Hilfe zu spät. Bei einer Obduktion haben die behandelnden Tierärzte unter anderem Schneckenkorn und Rattengift mit Wurst gefunden. „Viele legen dieses Gift für wilde Tiere wie Igel oder Marder aus. Aber das ist fatal, weil sich nicht nur unsere geliebten Haustiere daran vergiften, sondern im schlimmsten Fall auch die eigenen Kinder oder Enkelkinder an diesem Gift sterben können“, warnt Hesse, die an das Gewissen der Täter appelliert: „Unsere Katzen sind unsere Familienmitglieder. Sie sind Freunde und sie sind Spielgefährten!“

Warnung an Tierbesitzer

Im Interesse der unschuldigen Tieren bitten Frigga Hesse und Kerstin Bruns nun die Mitbürger dabei zu helfen, den oder die „Schuldigen“ zu finden, damit das Verschwinden und Sterben der Katzen endlich ein Ende hat. „Vermutlich sind auch Ihre Haustiere oder Kinder in Gefahr“, warnen die Tierliebhaberinnen. Nach wie vor soll der Verlust der Katzen bei der Polizei gemeldet und eine Anzeige gegen Unbekannt erstattet werden.

Hinweise können auch an Frigga Hesse unter 05659-1487 weitergegeben werden.

Kommentar von Sonja Liese: "Gift tötet auch Ihre Kinder!"

Wenn ich höre, dass Katzen vergiftet worden oder gar ganz verschwunden sind, dann platzt mir als Tierbesitzerin wirklich der Kragen. Denn Hund, Katze & Co gehören nun mal zur Familie. Es ist noch nicht lange her, da wurden vier meiner fünf Katzen vergiftet. Zwei sind direkt oder an den Spätfolgen gestorben. Bei allen wurde Rattengift oder Schneckenkorn verpackt in einer Kochwurst gefunden. Das ist nicht nur grob fahrlässig – das ist eine absolute Katastrophe. Wenn ich mir vorstelle, dass ein Kleinkind diese Wurst in die Hand bekommt und isst, dann blutet mir das Herz noch mehr. Denn mit einem Biss kann eine komplette Familie zerstört werden. Ganz nebenbei wandert der Täter dann ins Gefängnis und kommt da hoffentlich nie wieder raus. Wenn man keine Tiere mag oder einen Groll gegen Tierbesitzer hegt, dann ist das jedem selbst überlassen, aber bitte Finger weg von dem Gift – und Finger weg von den Tieren. Genau wie ich haben die Katzenbesitzer sicherlich viel Geld und Liebe in ihre Samtpfoten gesteckt. Die meisten haben ein gutes Zuhause – sie sind geimpft, kastriert, manche sogar gechipt. Sie sind ein echtes Familienmitglied und zaubern nicht nur Eltern, sondern insbesondere auch Kindern jeden Tag ein Lächeln auf die Lippen. Man will niemandem etwas Böses andichten, aber sollte es wirklich der Fall sein, dass in Weißenborn ein „Katzenhasser“ unterwegs ist, dann sollte dieser sich spätestens jetzt, wo Weißenborns Bürger ganz genau hinschauen, ganz warm anziehen.

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